Sep 172016
 

Trotz Wahlkampf- und Wahlergebnis-Ernüchterung, im laakonischen Kampf mit der Förderrichtlinie und der Haushaltsordnung des Landes MV, gibt es hin und wieder Ankündigungen, die wir gerne weiterverbreiten / -reichen möchten.

Der Fonds Soziokultur informiert über eine offene Ausschreibung für soziokulturelle Projekte und die Kunst.Schule.Rostock feiert ihr 25jähriges Bestehen.

Aufruf des Fonds SozioKultur
25 Jahre Kunst.Schule.Rostock
Sep 082016
 

Opernale‚De Zauberfläut‘ oder Niederdeutsch trifft Hochkultur

 

Zum letzten Mal in diesem Jahr, an diesem Wochenende, wird die niederdeutsche Zauberfläut aufgeführt und wir können Allen dieses Erlebnis nur ans Herz legen!

die in diesem Jahr stattfindende OPERNALE „De Zauberfläut“ oder Niederdeutsch trifft Hochkultur erfährt bei allen Besuchern, allen Altersklassen, allen sozialen Schichten und auch allen politischen Präferenzen (das ist das Erstaunliche) unglaubliche Resonanz und Freude.

Unser Vorstandsmitglied Ute Gallmeister schreibt:

… die Opernale kann ich Euch nur aller wärmstens empfehlen, ein Hochgenuss für alle Sinne und eine Freude für die Lachmuskeln. Von feinster kammermusikalischer Qualität, gelungener Bühnengestaltung, großartigen Stimmen und atembraubenden Kostümen… eine wunderbare Inszenierung mit viel Herzblut und Spielfreude und zudem auch für jeden Kulturbanausen ein garantierter Hochgenuss.

Ich war mit meiner Familie da und wir hatten große Freude.

 Da die Vorstellung nur noch an drei Tagen am kommenden Wochenende (Fr. Sa. So) zu erleben ist, möchte ich Sie hierzu ganz herzlich einladen, damit sie dieses Highlite nicht verpassen.

Gerade nach dem ernüchternden Wahlergebnis vom Wochenende ist es für uns als Kulturschaffende eines der wesentlichsten Aufgaben, kulturelle Bildung weiter im Land voranzutreiben und zu etablieren.

Wir, also die Kultur, bringen Menschen zusammen, schaffen Räume jenseits der politischen Diskussion und regen zu einer gesellschaftlichen Diskussion an.

Die ZEIT-ONLINE schrieb gestern hierzu:

„ … Wer in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs ist, erlebt trostlose Menschen, die einfach fertig sind. Dabei ist es eines der schönsten Bundesländer Deutschlands. Es ist auch ein vernachlässigtes Bundesland, mit einer der höchsten Arbeitslosenquoten und ohne funktionierendes Internet. Zu DDR-Zeiten gab es Landwirtschaft und Fischerei, heute gibt es nur noch Netto. Deshalb muss man nicht AfD wählen, aber diese Form der Abgehängtheit betrifft viele Wähler.

Der Bus kommt auch nicht schneller.

Das Einkommensniveau liegt unter dem Bundesdurchschnitt, ein Viertel der Bewohner gelten als arm, die Beschäftigungsverhältnisse sind befristet und wer sein Dorf verlassen will, um in der Stadt ins Kino zu gehen, hat entweder keine Busverbindung, kein Kino oder kein Eintrittsgeld. Für all das hat die AfD keine Lösung, und natürlich hilft ein Armutsbekämpfungsprogramm allein nicht aus, um Menschen davor zu bewahren an die politischen Ränder abzuwandern. Es hilft nur eine vielfältige Kultur und Bildungslandschaft, gut gemachte Lokalzeitungen; so etwas stärkt die Diskussionskultur. ….. Selbst wenn in Deutschland bald alle Muslime und Flüchtlinge verboten und rausgeworfen werden, wird das Internet dadurch nicht schneller, und der Bus wird auch nicht öfter kommen. …“

Gesamter Artikel unter: http://www.zeit.de/kultur/2016-09/angela-merkel-landtagswahl-fluechtlinge-afd-kiyaks-deutschstunde

Der Verein Opernale e.V:

In dem wir als Opernale e.V. die Hochkultur (Mozart) für jedermann erlebbar präsentieren tragen wir dazu bei. Unser Ziel Identifikation zu stiften: Identifikation der Menschen mit ihrer Region, der Kulturgeschichte und dem kulturellen Erbe wurde mit dieser Inszenierung erreicht. Wir freuen uns sehr. Die Besucherresonanz ermuntert trotz Wahlergebnis zum Weitermachen.

Macht Euch ein Bild und kommt vorbei: Bestellungen und Buchungen sind über unser Büro Tel. 038333-887768 oder 038333-88512 (Mo-Fr 9-12) oder karten@opernale.de möglich. Die Kartenpreise in den Kategorien A, B und C liegen regulär zwischen 10,-€ und 35,-€.

Mehr unter www.opernale.de

 

Aug 232016
 

Bereits in der Präambel ihres Wahlprogrammes nennt die LINKE die aktuelle Situation beim Namen:

Kommunen, Bildung, Kinder-, Jugendarbeit und Kultur sind weiter unterfinanziert. Eine gleichwertige und gleichberechtigte Entwicklung beider Landesteile findet nicht statt. Der Osten des Landes fühlt sich vom Westen abgekoppelt. Der Staat zieht sich aus der Fläche zurück. Kultur wird geschliffen, Mobilität eingeschränkt.

Im Abschnitt VII. Für alle Sinne wird das kulturpolitische Programm ausführlich dargestellt.

Nachstehend Auszüge aus dem Programm, Hervorhebungen durch die Redaktion…

Kultur ermöglichen
Keine Kultur ohne Kulturschaffende
Dialog der Kulturen fördern

Die LINKE ging im Juli dieses Jahres auf die Kulturschaffenden im Lande zu und lud zu einer Reihe Gespräche mit den Kandidaten, dem Sprecher für Kultur- und Sozialpolitik, Torsten Koplin, und dem Vorsitzenden der Partei, Helmut Holter, ein, bei denen das geplante Kulturförderungsgesetz vorgestellt und diskutiert wurde. Wir berichteten in unseren News vom 02.08.16 darüber:

Eine erste kulturpolitische Begegnung hat am 28. Juli in Bröllin stattgefunden, die Landtagsfraktion DIE LINKE. lud KünstlerInnen und Kulturschaffenden der UER-Region zu einem Gedankenaustausch zu ihrem Entwurf zum Kulturförderungsgesetz  ein.

Der Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Greifswald hat diese Einladung gerne angenommen und zu viert (2 Mitglieder, Angelika Janz und HE Gödecke und 2 Vorstandsmitglieder, Anke Holstein und Connie Müller-Gödecke) teilgenommen. Über diesen Termin berichten wir demnächst in der Wahl-Programm-Reihe, können aber schon konstatieren:

eine solch intensive Auseinandersetzung mit der Kulturpolitik in MV wünschen wir uns von allen Parteien!

Torsten Koplin, die LINKE

Torsten Koplin, die LINKE

Aus ihrem Wahlprogramm hat die LINKE 15 Zukunftsprojekte entwickelt, darunter Nr. 7: Kultur ist GESETZt.

Kulturpolitischer Sprecher der Partei ist Torsten Koplin, der auf seiner Kandidatenseite ebenfalls explizit Stellung zur Kultur bezieht.
Seine Aussage:

Kultur muss sich nicht rechnen – Kultur zahlt sich aus!

Fazit:

Die LINKE ist die einzige der sich zur Wahl stellenden und hier auf unserer Webseite vorgestellten Parteien,  die sich in ihrem Wahlprogramm ausführlich und sachkundig mit dem Thema Kultur in MV auseinandersetzt und in einer Reihe von Gesprächen auf die Kulturschaffenden zugeht und  mit ihnen spricht.
Der von der LINKEN vorgestellte Entwurf für ein Kulturfördergesetz ist realistisch, umfassend und wird, sofern er realisiert werden kann,  den Verfassungsauftrag, Kultur und Kunst zu fördern, endlich umsetzen.
Keine andere Partei in unserem Bundesland nimmt in diesem Wahlkampf Kunst und Kultur so wichtig und setzt sich so sachkundig und umfassend für eine angemessene Kulturpolitik ein.

 

Aug 222016
 

In diesem Beitrag nutzen wir den allgemein üblichen Kurzbegriff „GRÜNE“ wenn die Partei Bündnis 90 / Die Grünen gemeint ist.

Auf der Webseite www.gruene-mv.de findet man schnell zu den Wahlaussagen und dem Wahlprogramm. Das Programm steht komplett oder kapitelweise zum Download zur Verfügung.

LEBENDIGE KULTUR – Damit MV ein Land der Vielfalt und Kultur bleibt!

Diese zentrale Aussage verdeutlicht den Kulturbegriff der GRÜNEN, die darunter eben nicht nur Denkmalschutz, Baudenkmäler und touristische Attraktivität verstehen. 

Wir GRÜNE stehen für eine neue Kulturpolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Bessere Bedingungen für Kulturschaffende sind unser Ziel, denn gerade in den ländlichen Räumen sind sie das Personal für eine Wiederbelebung. Wir wollen keine „von oben” verordnete Förder- und Kürzungspolitik in der Kultur, sondern Projekte und Angebote fördern, in denen Bürgerinnen und Bürger selber künstlerisch und kulturell aktiv werden können. Mit einer engen Kooperation zwischen freier Kultur und öffentlichen Kultureinrichtungen und einer Förderung der Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft wollen wir das kulturelle Leben in unserem Land voranbringen.

Die Kernaussagen:

  • Mehrspartentheater statt Mehrfahrtentheater

  • Kultur verlässlich und unbürokratisch gestalten – in der Stadt wie auf dem Land

  • Kulturräte unterstützen
    In den vergangenen Jahren haben sich in vielen Landkreisen Kreiskulturräte gebildet. Hier vernetzen sich Künstler und Kulturinteressierte, um Positionen und Konzepte für die kulturelle Entwicklung ihrer Regionen zu entwickeln und zu diskutieren.
    Wir GRÜNE wollen die Arbeit dieser Kulturräte weiter stärken und:
    • pro Landkreis oder kreisfreier Stadt wenigstens eine halbe Personalstelle für die Kulturräte zur Verfügung stellen.
    • allen acht Kreiskulturräten zeitnah gestatten jeweils zwei stimmberechtigte Mitglieder in den Landeskulturrat zu entsenden – wie durch die Landesregierung angekündigt, aber nie umgesetzt.
    den Landeskulturrat zu einem unabhängigen und paritätisch besetzten Gremium umbauen. Statt die Mitglieder wie bisher vom Kultusminister auswählen zu lassen, wollen wir die Mitglieder aus jeweils einen stimmberechtigten Vertreter der sechzehn verschiedenen Kulturbereiche bestimmen und weitere sechzehn stimmberechtigte Delegierte der acht Kreiskulturräte in den Rat entsenden. Daneben sollen kulturelle Verbände sowie Landes und Kommunalverwaltung ohne Stimmrecht teilnehmen dürfen.
    dem Landeskulturrat vor Entscheidung der kulturellen Projektförderung ein Votum für förderfähige Projekte zugestehen.

  • Kulturelle Bildung voranbringen

  • Baukultur: Erbe erhalten – neue Konzepte entwickeln

Ein Programm, das Gegenwart und Zukunft miteinbezieht, Kultur und Gesellschaft als sich gegenseitig bedingend definiert und die Unterstützung der Kunst- und Kulturräte explizit formuliert. Unsere Forderung nach einer Halbtagsstelle für den Kunst- und Kulturrat, nach finanzieller Absicherung unserer Arbeit finden wir hier wieder.

Nur die GRÜNEN und die LINKE (s. nächster Beitrag) positionieren sich in diesem Landtagswahlkampf explizit und detailliert zur Kulturpolitik und speziell zu den Kunst- und Kulturräten.

Das ist sehr erfreulich!

Ulrike Berger / Die Grünen Bündnis 90

Ulrike Berger

Fachpolitische Sprecherin für Bildung, Kultur, Atompolitik der Landtagsfraktion sowie Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur ist Ulrike Berger. Sie ist Mitglied der Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und im Aufsichtsrat der Theater Vorpommern GmbH.

Sie unterstützt die Arbeit des Kunst- und Kulturrates Vorpommern-Greifswald, also uns, seit Anbeginn, nahm an den Kreiskulturkonferenzen teil, nahm die Beschwerden über die gängelnde und desaströse Kulturförderpolitik im Lande auf und stellte dazu Anfragen im Landtag.

Ein detailliertes und fachkundiges Wahlprogramm mit Engagement für die Kunst- und Kulturräte, Kompetenz, Offenheit, Engagement anstatt Phrasen oder gänzlich fehlenden Inhalten.

Links:

Aug 212016
 

Die SPD hat zwar eine eigene Wahlkampf-Webseite, aber sie kämpft nicht. Jedenfalls nicht mit Inhalten.

Zwei Punkte tauchen auf allen Webseiten auf:

  • Starke Wirtschaft und Gute Arbeit
  • Sozialer Zusammenhalt.

Ansonsten ist es schwierig, Inhalte auf diesen Seiten zu finden, sie eher wie ein Spielplatz wildgewordener Webdesign-Praktikanten. Es zappelt und flimmert, aber Inhalte?

Ein Wahlprogramm zur Landtagswahl, ob online oder zum Download, ist nicht zu finden.

Wenn man dann die Seitensuche bemüht, findet man Kandidatenporträts und Kurzaussagen.

Falko Beitz
Ingolf Donig
Thomas Würdisch
Thomas Schwarz
Christian Pegel
Till Backhaus
Matthias Brodkorb
Andreas Butzki
Heike Carstensen
Nadine Juditz

Ehrenamt, Denkmalschutz … sonst nichts. 

Und der Herr Kultusminister Brodkorb gibt auf seiner Kandidatenseite in der Spalte „Zu meiner Person“ nicht mal an, daß er Minister für ist.

Patrick Dahlemann, immerhin Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport des Kreistages Vorpommern-Greifswald, thematisiert diesen Themenbereich in seinem Kandidatenprofil auch nicht.

Suche nach Kulturpolitik auf der Wahlkampf-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Wahlkampf-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Landesverbands-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Landesverbands-Webseite

Das ist sehr sehr mager.

Zum Schluss noch einmal die Links:

SPD Mecklenburg-Vorpommern

Landesverband SPD Mecklenburg-Vorpommern

Die Wahlkampfseite der Partei, die man zwar über Googlesuche findet, die aber auf der Webseite selbst nirgends verlinkt zu sein scheint.

Auf der Webseite der Gesamtpartei SPD findet sich eine Übersicht über regionale SPD-Kulturforen. Mecklenburg-Vorpommern? Fehlanzeige.

Zur Landtagswahl in MV: das kulturpolitische Programm der FDP

Die FDP nennt in der Präambel ihres Wahlprogrammes Mecklenburg-Vorpommern das Land der Chancen: CHANCEN wollen wir für das Ehrenamt, den Sport und die kulturelle Vielfalt unseres Landes schaffen. Ohne ehrenamtliches Engagement wäre unser Bundesland ärmer. Sport hat in unserem Gesellschaftsbild einen hohen Stellenwert und steht für Verantwortung, Engagement und Leistungsgerechtigkeit. Das sind Maxime, denen wir […]

Zur Landtagswahl in MV: Das kulturpolitische Programm der CDU

Heimat im Mittelpunkt – das ist das zentrale Motto der CDU für die Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern, die Überschrift des Wahlprogramms der Partei. Eine Partei, die gemeinsam mit der SPD die Regierung stellt. Präambel des Wahlprogramms: „„Gut leben in der Heimat“ Bildung und Kultur im gegenseitigen Vertrauen stärken Die CDU war und ist der Ansicht, […]

Zur Landtagswahl in MV: das kulturpolitische Programm der AfD

Wir planen in dieser Woche das kulturpolitische Programm der Parteien aufzuzeigen, die zur Zeit im Landtag in Schwerin sitzen oder sich zur Wahl stellen. Und da die AfD sich überall breitmacht, schauen wir mal auf das Kulturverständnis und das kulturpolitische Programm. Das Programm ist über diesen Link zu finden: http://www.afd-mv.de/landtagswahl-2016/unser-programm/ Wieder eine bunte Mischung aus […]

Zur Landtagswahl in MV: Das kulturpolitische Programm der NPD

Wir planen in dieser Woche das kulturpolitische Programm der Parteien aufzuzeigen, die zur Zeit im Landtag in Schwerin sitzen oder sich zur Wahl stellen. Und da die NPD im Landtag sitzt, stellen wir sie hier kurz vor. Das Programm der Partei findet sich auf dieser Seite: http://www.npd-mv.de/?page_id=17288 Ein Leitsatz der Partei: Unsere Heimat braucht Sprache […]

Zur Landtagswahl in MV: die kulturpolitischen Konzepte der Parteien

Am 4. September steht die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an. Wir wollen in den Wochen vor der Wahl die kulturpolitischen Programme der sich zur Wahl stellenden Parteien hier vorstellen und herausfinden, welchen Stellenwert die Kultur in den jeweiligen Wahlprogrammen hat. Eine erste kulturpolitische Begegnung hat am 28. Juli in Bröllin stattgefunden, die Landtagsfraktion DIE LINKE. lud […]

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