Okt 072015
 

Gerne veröffentlichen wir die Stellungnahme der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. auf der Seite des Kunst- und Kulturrates VG:

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. schließt sich dem Aufruf des Deutschen Kulturrates an und ruft zur Demonstration gegen TTIP am 10. Oktober 2015 in Berlin auf!

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren befürchtet, dass TTIP die bestehenden Rahmenregelungen und Förderinstrumente für Kultur und Medien auf europäischer und nationaler Ebene – wie z.B. die Buchpreisbindung oder die Finanzierung des öffentlichen rechtlichen Rundfunks – gefährdet. Das Freihandelsabkommen bedroht die Förderung von Kultureinrichtungen ebenso wie die von Künstler/-innen und kulturwirtschaftlichen Unternehmen. Der Erhalt der kulturellen Vielfalt ist für unser Gemeinwesen von größter Bedeutung. Soziokulturelle Zentren sind Organisationen der Zivilgesellschaft. Demokratie und zivilgesellschaftliche Strukturen, zu denen die Soziokulturellen Zentren und Initiativen in der täglichen Arbeit ihren Beitrag leisten, dürfen nicht zugunsten von Deregulierung und Marktliberalismus gefährdet werden. Soziokultur braucht kein TTIP! Weiterlesen »

Apr 132015
 
Tag gegen TTIP: 21. Mai 2015

Tag gegen TTIP: 21. Mai 2015

Der 21. Mai ist der Tag der kulturellen Vielfalt.

Das prädestiniert ihn auch zum Aktionstag gegen TTIP, CETA etc. zu erklären.

Die Veranstaltungen des Deutschen Kulturrates zum bundesweiten Tag gegen TTIP finden in Berlin-Mitte, Mohrenstr. 63, im Haus der Kulturverbände statt.

  • Pressegespräch zur Vorstellung des Buches des Deutschen Kulturrates: TTIP, CETA & CO: Zu den Auswirkungen der Freihandelsabkommen auf Kunst und Kultur
  • Informationsveranstaltung mit Vorträgen und der Gelegenheit für Nachfragen zu TTIP, eingeladene / angefragte Teilnehmer:
    • Rupert Schlegelmilch, EU-Kommission (angefragt) zum Aktuellen Verhandlungsstand TTIP
    • Prof. Dr. Dederer (Uni Passau) zur  Wirkung der Konvention Kulturelle Vielfalt für den Medienbereich
    • Dr. Michael Efler (Europäische Bürgerinitiative) zur Diskussion in den EU-Mitgliedstaaten, zivilgesellschaftliches Engagement in den EU-Mitgliedstaaten
  • Diskussion: Kultur braucht kein TTIP, oder doch?

Informationen zum Tag gegen TTIP finden Sie auf der Seite „Tag gegen TTIP“, Info-Material können Sie auf dieser Seite bestellen: Kultur braucht kein TTIP!

.

Jan 062015
 

Das Thema Widerstand gegen TTIP beschäftigt den KuKuRa VG schon die ganze Zeit. Wir sehen, daß der Widerstand gegen dieses Abkommen in Europa wächst und sehen auch, daß die Bundesregierung unverdrossen unangefochten weiter an diesem Abkommen festhält und unerschütterlich bereit ist, den Souverän (das Volk / die wahlberechtigten Bürger) an Geheimkonsortien, gebildet aus Abgesandten der Multi-Konzerne, auszuliefern und erarbeitete und bewährte Standards zur Sicherung von Vielfalt und Lebensqualität der Profitgier der Multis zuliebe aufzugeben.

Nun bezieht auch der Deutsche Kulturrat Stellung gegen TTIP und wird aktiv:

21.05.2015: Tag gegen TTIPEr deklariert den 21. Mai 2015 als Tag der kulturellen Vielfalt | Aktionstag gegen TTIP, CETA & Co. und richtete eine Internet-Platform zur Bündelung der Aktivitäten ein.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann:

Wir bitten alle Künstler, Kultureinrichtungen und Kulturorganisationen, sich am Tag gegen TTIP, CETA und Co. zu beteiligen. Gehen Sie in die Öffentlichkeit, informieren Sie über die Gefahren von TTIP, CETA und Co.. Doch wir wollen den Aktionstag nicht auf den Kulturbereich begrenzen, sondern laden herzlich alle aus dem Umwelt-, Sozial- und Verbraucherbereich, den Demokratiebewegungen, den Kirchen, den Parteien, den Gewerkschaften und den Kommunen ein, an diesem Tag mit dem Kulturbereich gemeinsam im ganzen Land dezentral aktiv zu werden. Wir freuen uns auf viele neue Bündnisse gegen TTIP, CETA und Co.! Nutzen Sie unsere neue Informationsseite tag-gegen-ttip.de.

Endlich wird auf breiterer Ebene verstanden, daß auch die Kultur und nicht nur regionale Produkte etc.  durch diese Freihandelsabkommen betroffen ist (siehe unsere bisherigen Beiträge zum Thema).

Immerhin nennt der Kulturrat die europäische Bürgerinitiative „Stopp TTIP und CETA!“ auf seiner Seite und verlinkt sie. Ein wenig mehr Informationen über bereits bestehende Kampagnen hätte auf der Aktionsseite schon Platz gefunden… Konkurrenzdenken? Das wäre kontraproduktiv.

Link: die Aktionsseite des Deutschen Kulturrates

Jun 122014
 

eine Feststellung, die fast mantramässig in diesen Zeiten der Sparzwänge, Schuldenbremsen, Kommerzialisierung wiederholt werden müsste.

Kultur ist keine Handelsware!

Burkhard C. Kosminski, Intendant Schauspiel Nationaltheater Mannheim, schreibt einen offenen Brief an die Bundesministerin Wanka, die Staatsministerin Grütters, die Ministerin Bauer sowie den Minister Stoch, allesamt Vertreter der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Baden-Württemberg  und bittet sie (und alle) um einen Dialog, „ob das bisherige Modell Kultur und Bildung von einander zu trennen, noch zeitgemäß ist, oder ob es nicht notwendig ist, gemeinsam eine neue Vision für die Zukunft zu entwickeln. Die Kultur erlebt einen Bedeutungsschwund in erschreckendem Ausmaß; die öffentlichen Diskussionen sind von Fatalismus geprägt; die Demokratie scheint auf diese Herausforderungen nur schleppend zu reagieren. Die Schuldenbremse, die Bund und Ländern zwingend vorschreibt, von 2020 an keine Schulden mehr zu machen, wird die fatalen Konsequenzen der jetzigen Entwicklung schlagend deutlich machen: Es gibt keine Ziele mehr jenseits des Sparzwangs. Es gibt keine verbindenden Werte jenseits der Ökonomie.

Sein Aufruf schließt:

Ich fordere außerdem gemeinsam mit vielen anderen die Vertreter der Bundesregierung auf, alles dafür zu tun, damit die Kultur aus dem derzeit diskutierten Freihandelsabkommen mit den USA herausgelöst wird. Kultur ist keine Handelsware.

Die Url des offenen Briefes in der Druckversion

Mai 302014
 

Im FREITAG vom 30.05.2014 erschien der Artikel „Man streitet über Subventionen„.

Lesens- und nachdenkenswert, aber wo bitte ist das Literaturhaus in Anklam?

Kulturstaatssekretärin Monika Grütters verweist darauf, dass wir uns immerhin ein Literaturhaus in Anklam leisten und in Off-Theatern neu denken.

Ist sich Frau Grütters da wirklich so sicher oder zitiert der Autor richtig??

PS: Wahrscheinlich ist der FREITAG nicht richtig informiert. Frau Grütters ist nicht Kulturstaatssekretärin sondern Staatsministerin für Kultur und Medien. Und Frau Grütters spricht sich auch recht vehement für den Sonderstatus der Kultur bei den Freihandelsabkommen-Verhandlungen aus.  Siehe „Es geht um kulturelle Vielfalt“, auch zum Download als PDF-Dateipdf sowie „Wir müssen unsere Kulturlandschaft schützen

Mai 212014
 

PowerShift – Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e.V. hat eine Broschüre zum geplanten Freihandelsabkommen veröffentlicht, das über die Hintergründe und Gefahren des Abkommens informiert.

Diese Broschüre steht auf dem Server des Vereins zum kostenlosen Download, um diesen Server aber etwas zu entlasten, bieten wir diese Broschüre auch bei uns zum Download an. Denn das Abkommen betrifft auch die Kultur!
TTIP-InfoBroschüre herunterladen

Weitere Informationen zur Broschüre finden Sie auf unserer Extraseite zur Broschüre.