Kultur und Politik – Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Greifswald
Mai 152018
 

Das Land Mecklenburg-Vorpommern lobt in diesem Jahr wieder einen Kulturpreis als Haupt- und Förderpreis aus. Die Auszeichnungen werden durch die Ministerpräsidentin verliehen. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis zum 1. Juli 2018 (Poststempel) im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen.

Der Förderpreis soll wie der Hauptpreis Leistungen von höchster Qualität anerkennen und besonders innovative Projekte berücksichtigen. Vorausgesetzt wird ein enger Bezug zu Land und Leuten. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro, der Förderpreis mit 5.000 Euro dotiert.

„Damit die Preise die Kulturschaffenden auch erreichen, braucht es Menschen, die sie vorschlagen. Ich bin mir sicher, dass viele von uns engagierte Persönlichkeiten kennen, die eine dieser Auszeichnungen verdient hätten. Ich freue mich auf zahlreiche Vorschläge“, sagte Ministerin Hesse.

Die Vorschläge können beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Werderstr. 124, 19055 Schwerin, eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Im Jahr 2017 wurde der Landeskulturpreis dem Fotografen und Kulturjournalisten Hans Pölkow verliehen. Den Förderpreis erhielt der polenmARKT e. V. Weitere Informationen und Bewerbungsbedingungen im Internet unter www.bm.regierung-mv.de in der Rubrik „Kultur“, Stichwort „Kulturpreise“.

Alle Informationen zum Preis und zum Procedere finden Sie im PDF des Ministeriums, den Sie hier herunterladen können.  Ausschreibung Kulturpreis des Landes MV 2018

Apr 172018
 

Ja, hier auf der Webseite haben wir in der letzten Zeit nichts veröffentlicht.

Was können wir veröffentlichen?

  • Projekt-Aufrufe?  Davon erreichen uns viele. Es geht aber nicht um Projekte, jedenfalls nicht langfristig.
  • Strukturpolitik? Es fehlen die Strukturen. Projekte stopfen kurzfristig Löcher, die wegen fehlender Strukturen ….

Wir haben in der letzten Zeit aber nicht nichts getan.

  • Der KuKuRa VG stellt ein Mitglied im Landeskulturrat des Landes MV. Wir nehmen an den Sitzungen teil. Frau Ministerin jedoch nicht.
    Die Kultusministerin, Frau Hesse, kümmert sich nicht um Kultur, dafür ist jetzt der Staatssekretär Schröder zuständig.
  • Der Vorsitzende des Landeskulturrates, Herr Körner, führte Gespräche mit Vertretern der Kreise und der jeweiligen Kreiskulturräte.
    Auch mit den Vertretern des Kreises Vorpommern-Greifswald und dem Kreiskulturrat VG.
    Dabei wurde uns erklärt, daß der Kreis VG keinerlei Interesse an dem Kreiskulturrat, an einer Unterstützung des Kreiskulturrates, an einer Zusammenarbeit mit dem Kreiskulturrat hat.
  • Vertreter der Kreiskulturräte trafen sich in Rostock zu einem Austausch und Brainstorming. Um ein Stimmungsbild zu gewinnen.
    Das Stimmungsbild ist eindeutig: die Einbindung / Akzeptanz / Unterstützung der Kreiskulturräte schwindet von West nach Ost, von Mecklenburg nach Vorpommern: Ludwigslust/Parchim arbeitet mit dem dortigen Kreiskulturrat zusammen, Vorpommern-Greifswald verweigert sich und lehnt ab.
  • Die Kreiskulturräte haben einen Brief an die Kultusministerin geschrieben und um ein Treffen gebeten.
    Frau Ministerin hat keine Zeit, schlägt ein Treffen mit dem Staatsskretär vor.

Das alles ist äußerst frustrierend. Und die Uhr tickt. Wenn sich in 2018 nichts ändert, wird der Vorstand des KuKuRa VG zurücktreten. Wir hatten (uns) ja noch ein Jahr gegeben..

Okt 282017
 

Am 31. Oktober ist Anmeldschluss für die diesjährige Landeskulturkonfernez des Landes MV in Schwerin.

Aus der Ankündigung des Ministeriums:
Die diesjährige Landeskulturkonferenz beschäftigt sich mit der Frage, wie Kunst und Kultur noch stärker in das Bewusstsein sowohl der Einheimischen als auch der Touristen gerückt werden kann. Wer bei dem Gedankenaustausch dabei sein möchte, ist am 13. November 2017 in die Ritterstuben in Schwerin eingeladen.

Die Tagesordnung können Sie dem Veranstaltungsflyer entnehmen.

Anmeldeschluss: 31.10.2017, zum Online-Anmelde-Formular

Download des Veranstaltungsflyers

Download: Arbeitsgruppen

Jun 212017
 

Einladung zur Tagung:

Strategien für demokratische Teilhabe, Weltoffenheit und globale Gerechtigkeit

Tagung | Donnerstag, 7. September 2017 | Sparkasse Anklam

Im letzten Jahrzehnt sind viele Strukturen im ländlichen Raum verschwunden, die Zusammenhalt und kulturelle und politische Teilhabe ermöglichten. Nicht erst das Ergebnis der Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern hat gezeigt, dass viele Menschen sich von aktuellen demokratischen Strukturen nicht angesprochen fühlen. Die Frustration über die gefühlte Perspektivlosigkeit ist hoch. Oft endet der Blick dabei am eigenen Tellerrand und globale Zusammenhänge bleiben komplett außen vor.

Wie können zivilgesellschaftliche Strukturen wieder so gestärkt werden, dass eine weltoffene und demokratiebejahende Stimmung im Land entsteht? Welche Förderung ist nötig, um diese Strukturen dauerhaft lebendig halten zu können? Welches Miteinander von Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung brauchen wir dafür und wie bringen wir dies gemeinsam auf den Weg? Die Tagung will Aufbruch sein für einen Paradigmenwechsel und Anstoß geben für neue Rahmenbedingungen.

Die Tagung will Aufbruch sein!

Die Tagung will Anstoß geben!

Wir brauchen einen Paradigmenwechsel!

Wir brauchen neue Rahmenbedingungen!

Wir wollen!

Kontakt: info@eine-welt-mv.de | 0381 20373846

Mrz 112017
 

Die Webseite www.kultur-mv.de wurde von der Landesregierung MV als Portal für die Kunst- und Kulturschaffenden und die Besucher des Landes Mecklenburg-Vorpommern begründet und auf den Weg gebracht. Sie fungiert als „offizielles Kulturportal für Mecklenburg-Vorpommern.“

Kulturportal MV

Zur Vorbereitung eines Workshops auf der Landeskulturkonferenz MV im November 2016 hat Connie Müller-Gödecke das Portal etwas näher untersucht. Da sie aber aus Termingründen nicht an der Konferenz teilnehmen konnte, kamen die Argumente dieser Betrachtung nicht zur Sprache.  Die hier und im Download wiedergegebenen Punkte sind ihre persönliche Meinung. 

Ergebnis der Betrachtung:

www.kultur-mv.de ist eine Webseite, die

  • Im Netz schlecht gefunden wird
  • deren Schwerpunkt mehr auf Mecklenburg denn auf Vorpommern liegt
  • die wenig Inhalt liefert, wenn aber dann mit fragwürdigem Inhalt
  • die zu eng mit dem Tourismusverband MV verzahnt ist
  • die sich distanzlos und anbiedernd gibt, die Seitenbesucher duzt – eine Distanzlosigkeit, die vielleicht aus der Kreativwirtschaft stammt, aber nicht der Zielgruppe der Webseite entspricht.

Das Kulturportal MV ist eng verzahnt mit den Seiten des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, liefert diesem die Veranstaltungstipps und wird von der gleichen Webagentur erstellt und betreut.

Es ist kein Angebot für die Kultur Mecklenburg-Vorpommerns, es saugt die Kultur aus und instrumentalisiert sie für touristische Zwecke.

Es scheint: das Portal ist nur dazu da, Inhalte für den Tourismusverband zu liefern und da dies direkt nicht so einfach zu bewerkstelligen war, hat man dieses Portal erfunden und reicht die Inhalte durch.

Diese Seite dient nicht den Kulturschaffenden und Künstlern, und sie bietet auch keine redaktionellen Inhalte für Einwohner und Gäste.

Die Kulturschaffenden werden zu kostenlosen Inhaltslieferanten  instrumentalisiert.


Zum Download:
Kulturportal MV - eine Betrachtung und Bewertung von Connie Müller-Gödecke

Okt 212016
 

Die SPD samt CDU haben nach den Koalitionsverhandlungen das neue Kabinett vorgestellt.

Was ist neu?

Birgit Hesse

Birgit Hesse

wechselt vom Sozialministerium ins Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

 

Patrick Dahlemann
Patrick Dahlemann

wird Staatssekretär für den ländlichen Raum, also Vorpommern.
Sein Amtssitz wird Anklam sein.

Die neue Ministerin (so die Parteitage die Kabinettsliste bestätigen) wird sich wohl bei der anstehenden Landeskulturkonferenz am 15.11.2016 in Schwerin vorstellen.

Patrick Dahlemann ist noch Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Wir sind auf die Zusammenarbeit mit beiden gespannt und erwarten viel.

Aug 232016
 

Bereits in der Präambel ihres Wahlprogrammes nennt die LINKE die aktuelle Situation beim Namen:

Kommunen, Bildung, Kinder-, Jugendarbeit und Kultur sind weiter unterfinanziert. Eine gleichwertige und gleichberechtigte Entwicklung beider Landesteile findet nicht statt. Der Osten des Landes fühlt sich vom Westen abgekoppelt. Der Staat zieht sich aus der Fläche zurück. Kultur wird geschliffen, Mobilität eingeschränkt.

Im Abschnitt VII. Für alle Sinne wird das kulturpolitische Programm ausführlich dargestellt.

Nachstehend Auszüge aus dem Programm, Hervorhebungen durch die Redaktion…

Kultur ermöglichen
Kulturförderung – verlässlich und transparent

Kultur ist, wie wir miteinander leben. Sie ist die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens und von entscheidender Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen. Die Künste, kulturelle Bildung und Erinnerungskultur sind unverzichtbar für eine lebendige Demokratie. Deshalb wollen wir die Vielfalt des kulturellen Lebens und allen Menschen die kulturelle Teilhabe ermöglichen.

Der Schutz und die Förderung von Kultur und Kunst haben in Mecklenburg-Vorpommern Verfassungsrang. Wir wollen die Übereinstimmung von Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit, auch hier. Die Landespolitik steht bei der Kulturfinanzierung gemeinsam mit dem Bund und den Kommunen in Verantwortung. Dieser Verantwortung kommt das Land derzeit nicht ausreichend nach. Zu den Hindernissen künstlerischer Entfaltung und kultureller Teilhabe gehört auch eine unzulängliche Förderpolitik. Die gegenwärtige finanzielle Ausstattung für die Kultur in unserem Land, angefangen bei den Schulen über die Bibliotheken und Museen, die „Freie Szene“ und Soziokultur, bis zu den Theatern und Medien nach Kassenlage muss geändert werden.

Der besondere Wert der Kultur für unsere Gesellschaft erfordert einen Diskurs darüber, wie viel Kultur wir brauchen und wollen und nicht, wie viel Kultur wir uns leisten dürfen.

Neben der Verantwortung für das kulturelle Erbe, dessen Sicherung und Schutz sind Freiräume für die Entwicklung der Künste und des kulturellen Lebens zu schaffen. Innovationskraft, Schöpfer- und Gestaltungswille, Weltoffenheit, Neugier, Mut und künstlerische Freiheit sind notwendig und müssen gefördert werden.

DIE LINKE will bessere und verlässliche Rahmenbedingungen für Kultur und Kunst. Hierzu gehört auch eine auskömmliche und berechenbare finanzielle Absicherung kultureller Aktivitäten durch das Land. Wir fordern daher die Einführung einer verpflichtenden Kulturquote für das Land bei Festlegung eines Mindestetats sowie die Benennung von Kulturentwicklungsräumen.

Als Grundlage für politische Weichenstellungen fordern wir eine regelmäßige Kulturberichterstattung und Kulturentwicklungsplanung. Musikschulen und Kunstschulen wollen wir mit einer weiterentwickelten Förderrichtlinie nachhaltig sichern und unterstützen. Dem künstlerischen Nachwuchs gilt besonderes Augenmerk. Die Förderung von Präsentationen, Stipendien und Nachwuchspreise sollen junge Künstlerinnen und Künstler unterstützen.

All diese Ansprüche wollen wir unter dem Dach eines Kulturfördergesetzes für Mecklenburg-Vorpommern vereinen.

Keine Kultur ohne Kulturschaffende

Um das vielfältige kulturelle Leben in Mecklenburg-Vorpommern weiterzuentwickeln, braucht es vor allem den regelmäßigen Dialog mit all denen, die Kultur gestalten: Künstlerinnen und Künstler, Kreative, Vereine, Verbände, öffentliche Institutionen, private Kunstbetriebe und Interessengruppen.

DIE LINKE will die freie und die institutionalisierte Kulturszene sowie die Soziokultur kontinuierlich politisch unterstützen. Gute, existenzsichernde Arbeit und soziale Sicherung, auch im Kulturbereich, sind für uns unabdingbar. Wir fordern neben einer angemessenen Ausstellungsvergütung für Bildende Künstlerinnen und Künstler in öffentlichen Räumen auch die Bewahrung und Sicherung der Künstlernachlässe in M-V.

Bürgerschaftliches Engagement wollen wir durch die Stärkung hauptamtlicher Strukturen und verlässlicher Kooperationen, Bürokratieabbau und Anerkennung fördern. Kulturelle Vielfalt und kulturelles Leben wären ohne das zusätzliche Engagement der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern undenkbar.

Dialog der Kulturen fördern

….

….

Interdisziplinär aufgestellte Kulturräte sollen in den Landkreisen und kreisfreien Städten die kulturelle Entwicklung in den Regionen fachlich begleiten und vorantreiben. Hauptberufliche Kulturkoordinatoren übernehmen Koordinierungsaufgaben und unterstützen die ehrenamtliche Kulturarbeit.

Die LINKE ging im Juli dieses Jahres auf die Kulturschaffenden im Lande zu und lud zu einer Reihe Gespräche mit den Kandidaten, dem Sprecher für Kultur- und Sozialpolitik, Torsten Koplin, und dem Vorsitzenden der Partei, Helmut Holter, ein, bei denen das geplante Kulturförderungsgesetz vorgestellt und diskutiert wurde. Wir berichteten in unseren News vom 02.08.16 darüber:

Eine erste kulturpolitische Begegnung hat am 28. Juli in Bröllin stattgefunden, die Landtagsfraktion DIE LINKE. lud KünstlerInnen und Kulturschaffenden der UER-Region zu einem Gedankenaustausch zu ihrem Entwurf zum Kulturförderungsgesetz  ein.

Der Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Greifswald hat diese Einladung gerne angenommen und zu viert (2 Mitglieder, Angelika Janz und HE Gödecke und 2 Vorstandsmitglieder, Anke Holstein und Connie Müller-Gödecke) teilgenommen. Über diesen Termin berichten wir demnächst in der Wahl-Programm-Reihe, können aber schon konstatieren:

eine solch intensive Auseinandersetzung mit der Kulturpolitik in MV wünschen wir uns von allen Parteien!

Torsten Koplin, die LINKE

Torsten Koplin, die LINKE

Aus ihrem Wahlprogramm hat die LINKE 15 Zukunftsprojekte entwickelt, darunter Nr. 7: Kultur ist GESETZt.

Kulturpolitischer Sprecher der Partei ist Torsten Koplin, der auf seiner Kandidatenseite ebenfalls explizit Stellung zur Kultur bezieht.
Seine Aussage:

Kultur muss sich nicht rechnen – Kultur zahlt sich aus!

Fazit:

Die LINKE ist die einzige der sich zur Wahl stellenden und hier auf unserer Webseite vorgestellten Parteien,  die sich in ihrem Wahlprogramm ausführlich und sachkundig mit dem Thema Kultur in MV auseinandersetzt und in einer Reihe von Gesprächen auf die Kulturschaffenden zugeht und  mit ihnen spricht.
Der von der LINKEN vorgestellte Entwurf für ein Kulturfördergesetz ist realistisch, umfassend und wird, sofern er realisiert werden kann,  den Verfassungsauftrag, Kultur und Kunst zu fördern, endlich umsetzen.
Keine andere Partei in unserem Bundesland nimmt in diesem Wahlkampf Kunst und Kultur so wichtig und setzt sich so sachkundig und umfassend für eine angemessene Kulturpolitik ein.

 

Aug 222016
 

In diesem Beitrag nutzen wir den allgemein üblichen Kurzbegriff „GRÜNE“ wenn die Partei Bündnis 90 / Die Grünen gemeint ist.

Auf der Webseite www.gruene-mv.de findet man schnell zu den Wahlaussagen und dem Wahlprogramm. Das Programm steht komplett oder kapitelweise zum Download zur Verfügung.

LEBENDIGE KULTUR – Damit MV ein Land der Vielfalt und Kultur bleibt!

Diese zentrale Aussage verdeutlicht den Kulturbegriff der GRÜNEN, die darunter eben nicht nur Denkmalschutz, Baudenkmäler und touristische Attraktivität verstehen. 

Wir GRÜNE stehen für eine neue Kulturpolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Bessere Bedingungen für Kulturschaffende sind unser Ziel, denn gerade in den ländlichen Räumen sind sie das Personal für eine Wiederbelebung. Wir wollen keine „von oben” verordnete Förder- und Kürzungspolitik in der Kultur, sondern Projekte und Angebote fördern, in denen Bürgerinnen und Bürger selber künstlerisch und kulturell aktiv werden können. Mit einer engen Kooperation zwischen freier Kultur und öffentlichen Kultureinrichtungen und einer Förderung der Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft wollen wir das kulturelle Leben in unserem Land voranbringen.

Die Kernaussagen:

  • Mehrspartentheater statt Mehrfahrtentheater

  • Kultur verlässlich und unbürokratisch gestalten – in der Stadt wie auf dem Land

  • Kulturräte unterstützen
    In den vergangenen Jahren haben sich in vielen Landkreisen Kreiskulturräte gebildet. Hier vernetzen sich Künstler und Kulturinteressierte, um Positionen und Konzepte für die kulturelle Entwicklung ihrer Regionen zu entwickeln und zu diskutieren.
    Wir GRÜNE wollen die Arbeit dieser Kulturräte weiter stärken und:
    • pro Landkreis oder kreisfreier Stadt wenigstens eine halbe Personalstelle für die Kulturräte zur Verfügung stellen.
    • allen acht Kreiskulturräten zeitnah gestatten jeweils zwei stimmberechtigte Mitglieder in den Landeskulturrat zu entsenden – wie durch die Landesregierung angekündigt, aber nie umgesetzt.
    den Landeskulturrat zu einem unabhängigen und paritätisch besetzten Gremium umbauen. Statt die Mitglieder wie bisher vom Kultusminister auswählen zu lassen, wollen wir die Mitglieder aus jeweils einen stimmberechtigten Vertreter der sechzehn verschiedenen Kulturbereiche bestimmen und weitere sechzehn stimmberechtigte Delegierte der acht Kreiskulturräte in den Rat entsenden. Daneben sollen kulturelle Verbände sowie Landes und Kommunalverwaltung ohne Stimmrecht teilnehmen dürfen.
    dem Landeskulturrat vor Entscheidung der kulturellen Projektförderung ein Votum für förderfähige Projekte zugestehen.

  • Kulturelle Bildung voranbringen

  • Baukultur: Erbe erhalten – neue Konzepte entwickeln

Ein Programm, das Gegenwart und Zukunft miteinbezieht, Kultur und Gesellschaft als sich gegenseitig bedingend definiert und die Unterstützung der Kunst- und Kulturräte explizit formuliert. Unsere Forderung nach einer Halbtagsstelle für den Kunst- und Kulturrat, nach finanzieller Absicherung unserer Arbeit finden wir hier wieder.

Nur die GRÜNEN und die LINKE (s. nächster Beitrag) positionieren sich in diesem Landtagswahlkampf explizit und detailliert zur Kulturpolitik und speziell zu den Kunst- und Kulturräten.

Das ist sehr erfreulich!

Ulrike Berger / Die Grünen Bündnis 90

Ulrike Berger

Fachpolitische Sprecherin für Bildung, Kultur, Atompolitik der Landtagsfraktion sowie Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur ist Ulrike Berger. Sie ist Mitglied der Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und im Aufsichtsrat der Theater Vorpommern GmbH.

Sie unterstützt die Arbeit des Kunst- und Kulturrates Vorpommern-Greifswald, also uns, seit Anbeginn, nahm an den Kreiskulturkonferenzen teil, nahm die Beschwerden über die gängelnde und desaströse Kulturförderpolitik im Lande auf und stellte dazu Anfragen im Landtag.

Ein detailliertes und fachkundiges Wahlprogramm mit Engagement für die Kunst- und Kulturräte, Kompetenz, Offenheit, Engagement anstatt Phrasen oder gänzlich fehlenden Inhalten.

Links:

Aug 212016
 

Die SPD hat zwar eine eigene Wahlkampf-Webseite, aber sie kämpft nicht. Jedenfalls nicht mit Inhalten.

Zwei Punkte tauchen auf allen Webseiten auf:

  • Starke Wirtschaft und Gute Arbeit
  • Sozialer Zusammenhalt.

Ansonsten ist es schwierig, Inhalte auf diesen Seiten zu finden, sie eher wie ein Spielplatz wildgewordener Webdesign-Praktikanten. Es zappelt und flimmert, aber Inhalte?

Ein Wahlprogramm zur Landtagswahl, ob online oder zum Download, ist nicht zu finden.

Wenn man dann die Seitensuche bemüht, findet man Kandidatenporträts und Kurzaussagen.

Falko Beitz
Bildung und Kultur:

  • Stärkung der Schulstandorte
  • Förderung der Vereine und des Brauchtums der Region
Ingolf Donig
Kulturelle Bildung: „Kulturelle Bildung ist für uns die Grundlage eines selbstbestimmten Lebens. Sie eröffnet jedem eine eigene Sicht auf die Welt, auf das Leben.“
Thomas Würdisch
Für sozialen Zusammenhalt:

  • basierend auf den Säulen eines allzeit weltoffenen und demokratischen Grundverständnisses
  • der Möglichkeit auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • für die Unterstützung eines breitgefächerten Angebotes an Kulturleistungen
Thomas Schwarz
Das Ehrenamt spielt in unserer Gesellschaft eine herausragende Rolle. Der unermüdliche Einsatz vieler Ehrenamtler im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich verdient Respekt und Anerkennung. Deshalb liegt es mir besonders am Herzen, dieses hohe Engagement weiterhin mit aller Kraft zu unterstützen. Da ist es wieder, das Ehrenamt. Das Ehrenamt und die Feuerwehr!
Christian Pegel
Greifswald ist Bildungs- und Wissenschaftsstandort, Kulturzent- rum und Sportstadt. Als früherer Greifswalder Schul-, Universitäts- und Kulturausschussvorsitzender sowie Sportausschussmitglied durfte ich das damit verbundene unverwechselbare Flair Greifswalds politisch begleiten – dafür will ich mich weiter nach Kräften einsetzen.
Till Backhaus
Als Politiker weiß ich das Engagement der vielen ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich sehr zu schätzen.
Matthias Brodkorb
Der Landtag stellt heute etwa 200 Mio. Euro jährlich mehr für Bildung und Kultur bereit als noch vor fünf Jahren. Das ist eine klare Schwerpunktsetzung für die Zukunft unserer Kinder und des Landes.
Andreas Butzki
Sanierung historischer Gebäude und Anlagen, u. a. Schloss Mirow, Stadtkirche Neustrelitz, Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz, altes Krankenhaus, Schlossgarten, Bahnhofsvorplatz Neustrelitz
Heike Carstensen
Ich setze mich sehr für den Kultursektor ein. Kultur ist ein wichtiger Standortfaktor und lässt uns im Alltag über die Tellerränder hinaus sehen. Ohne Kultur ist alles nichts.
Nadine Juditz
Seit 2014 bin ich Stadtvertreterin der Stadt Waren. Hier bin ich Vorsitzende des Kultur-, Bildungs- und Sozialausschusses.

Ehrenamt, Denkmalschutz … sonst nichts. 

Und der Herr Kultusminister Brodkorb gibt auf seiner Kandidatenseite in der Spalte „Zu meiner Person“ nicht mal an, daß er Minister für ist.

Patrick Dahlemann, immerhin Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport des Kreistages Vorpommern-Greifswald, thematisiert diesen Themenbereich in seinem Kandidatenprofil auch nicht.

Suche nach Kulturpolitik auf der Wahlkampf-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Wahlkampf-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Landesverbands-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Landesverbands-Webseite

Das ist sehr sehr mager.

Zum Schluss noch einmal die Links:

SPD Mecklenburg-Vorpommern

Landesverband SPD Mecklenburg-Vorpommern

Die Wahlkampfseite der Partei, die man zwar über Googlesuche findet, die aber auf der Webseite selbst nirgends verlinkt zu sein scheint.

Auf der Webseite der Gesamtpartei SPD findet sich eine Übersicht über regionale SPD-Kulturforen. Mecklenburg-Vorpommern? Fehlanzeige.

Aug 212016
 

Die FDP nennt in der Präambel ihres Wahlprogrammes Mecklenburg-Vorpommern das Land der Chancen:

CHANCEN wollen wir für das Ehrenamt, den Sport und die kulturelle Vielfalt unseres Landes schaffen. Ohne ehrenamtliches Engagement wäre unser Bundesland ärmer. Sport hat in unserem Gesellschaftsbild einen hohen Stellenwert und steht für Verantwortung, Engagement und Leistungsgerechtigkeit. Das sind Maxime, denen wir Freie Demokraten uns verpflichtet fühlen. Die kulturelle Vielfalt des Landes macht das Leben in unserem Land erst lebenswert. Kultur und Kunst brauchen Freiräume, die wir schaffen und ausweiten wollen.

und geht in ihrem Wahlprogramm explizit auf Kultur und Kunst ein. Leider wird das Ehrenamt, das Allheilmittel hilfloser Politiker, wieder mit hoher Priorität beschworen.

Zwar sind die Aussagen zur Kulturpolitik recht generell gehalten, aber sie zeigen im Gegensatz zu den plakativen Aussagen beispielsweise der CDU, dass diese Partei unter Kulturpolitik nicht nur Heimatpflege und Denkmalschutz versteht, sondern einen eigenen Kulturbegriff defininiert:

Kultur ist das, was menschliches Zusammenleben erst ermöglicht. Insofern unterscheiden wir uns deutlich von konservativen Auffassungen. Wir sagen: Kultur ist alles, was uns die Natur nicht gegeben hat, was wir erlernen bzw. erarbeiten müssen. Das beginnt mit unserer Sprache, mit unserem Wohnumfeld, das wir uns schaffen müssen und endet schließlich mit den gesellschaftlich-politischen Strukturen und dem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Kulturlandschaft. Freie Demokraten sagen: mit Kultur, zur Zivilisation freier Bürger, zur Bürgergesellschaft!

Kultur wird dann jedoch auch wieder, und das scheint ein Kanon etlicher Parteien zu sein, als Dienstleister für den Tourismus gesehen.

Programmatische Aussagen

Wir Freien Demokraten werden:

  • das Schaffen eines kreativen „Kulturökosystems“ und einer Gründerszene in den Kommunen vorantreiben, indem wir Fördervereine und Stiftungen sowie eine lebendige Bürgergesellschaft mit engagierten, ortsansässigen Unternehmern, Handwerkern, Freiberuflern und Künstlern unterstützen.
  • vier Kulturtrassen zur Bündelung, Vernetzung und besseren Vermarktung aller Kulturangebote initiieren:
    • Mecklenburg-Schwerin: Wismar, Schwerin, Ludwigslust;
    • Mittleres Mecklenburg: Bad Doberan, Rostock, Schwaan, Güstrow;
    • Mecklenburg-Strelitz: Neustrelitz, Neubrandenburg, Hohenzieritz, Mirow, Waren;
    • Vorpommern: Barth/ Putbus auf Rügen, Stralsund, Greifswald, Anklam, Pasewalk.
  • eine Initiative „Kultur ist Bildung“ starten, denn Museen, Theater, Bibliotheken, Literaturhäuser oder Archive und das Filmzentrum dienen nicht nur der Aufbewahrung und Pflege unseres kulturellen Erbes, sondern sind ebenso entscheidende Lernorte.
  • uns für den Bau eines Archäologischen Landesmuseums einsetzen, damit endlich die reichen archäologischen Schätze unseres Landes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.
  • die Umstellung auf eine leistungsbezogene, dynamische Förderung aller Kulturinstitutionen befürworten, wobei staatliche, öffentlich-rechtliche, kommunale und private Anbieter gleichberechtigt zu behandeln sind.
  • alle Formen nichtstaatlicher Finanzierung kultureller Projekte durch professionelle Beratung, z.B. Fundraising, Crowdfunding, Stiftungen, Mäzene unterstützen.
  • das Bauen im Bestand auch auf so genannten devastierten Flächen  oder im Fall von unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden befürworten.
  • die Pflege des Niederdeutschen fördern.
  • die Mehrsprachigkeit an unseren Schulen und Universitäten unterstützen, sofern diese keine Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Sprachen zur Folge hat.
  • uns für die Stärkung der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, des Fachbereichs Gestaltung an der Hochschule Wismar und des Kunstinstituts an der Universität Greifswald einsetzen, weil auch in Zukunft junge Künstler, Designer, Musiker oder Schauspieler, Musik- und Kunstlehrer in unserem Land ausgebildet werden sollen.

Einschätzung:

Die FDP MV formuliert einen an den Interessen der Wirtschaft und der Bevölkerung ausgerichteten Kulturbegriff, über den man diskutieren kann und muss.
Ihre Vorhabenliste besteht nicht nur aus Worthülsen und Schlagworten.

Link zum Wahlprogramm im PDF-Format oder auf der Webseite der Partei