Okt 282016
 

Seit 2002 vergibt der Fonds Soziokultur im Zweijahres-Rhythmus den mit 10.000 Euro dotierten »Innovationspreis Soziokultur« an kulturelle/künstlerische Initiativen, Zentren und Vereine.

Und Schloss Bröllin hat einen zweiten Preis bekommen, herzlichen Glückwunsch!

Die öffentliche Preisverleihung findet am 10.11. im Gutshaus Pritzier statt. Informationen dazu auf der Webseite des Fonds Soziokultur

Mit dem zweiten Preis wurden zu gleichen Teilen zwei Projekte prämiert: eine dörfliche Initiative in Rheinland-Pfalz und eine ländliche Kultureinrichtung in Vorpommern.

4.000 Euro Preisgeld erhalten die AsphaltVisonen aus Hattert im Westerwaldkreis. Das Projekt »Die Fünf« wusste die Jury durch die kulturelle Integration von fünf Dörfern zu überzeugen, deren BewohnerInnen Anekdoten aus der eigenen Alltagsgeschichte mit künstlerischer Unterstützung in kleine Theaterstücke umsetzten und mit weiteren Kulturaktionen wie z.B. dem »Trecker-Ballett« verbanden. Die Projektergebnisse wurden schließlich auf einer geführten Kulturtour durch die Dörfer der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ebenfalls über 4.000 Euro Preisgeld freuen kann sich das Schloss Bröllin in der Uckermark. Im deutsch-polnischen Grenzgebiet initiierten die Verantwortlichen das Projekt »Willkommen bei uns!«, das in einer kulturellen Landpartie durch die Region Deutsche, Polen und AsylbewerberInnen in künstlerischen Workshops zusammenführte. Höhepunkt und Abschluss der Aktion bildete das Grand Finale auf dem ehemaligen Gutshof, bei dem die gemeinsamen Ergebnisse präsentiert wurden.

 

Sep 172016
 

Trotz Wahlkampf- und Wahlergebnis-Ernüchterung, im laakonischen Kampf mit der Förderrichtlinie und der Haushaltsordnung des Landes MV, gibt es hin und wieder Ankündigungen, die wir gerne weiterverbreiten / -reichen möchten.

Der Fonds Soziokultur informiert über eine offene Ausschreibung für soziokulturelle Projekte und die Kunst.Schule.Rostock feiert ihr 25jähriges Bestehen.

Aufruf des Fonds SozioKultur
25 Jahre Kunst.Schule.Rostock
Sep 082016
 

Opernale‚De Zauberfläut‘ oder Niederdeutsch trifft Hochkultur

 

Zum letzten Mal in diesem Jahr, an diesem Wochenende, wird die niederdeutsche Zauberfläut aufgeführt und wir können Allen dieses Erlebnis nur ans Herz legen!

die in diesem Jahr stattfindende OPERNALE „De Zauberfläut“ oder Niederdeutsch trifft Hochkultur erfährt bei allen Besuchern, allen Altersklassen, allen sozialen Schichten und auch allen politischen Präferenzen (das ist das Erstaunliche) unglaubliche Resonanz und Freude.

Unser Vorstandsmitglied Ute Gallmeister schreibt:

… die Opernale kann ich Euch nur aller wärmstens empfehlen, ein Hochgenuss für alle Sinne und eine Freude für die Lachmuskeln. Von feinster kammermusikalischer Qualität, gelungener Bühnengestaltung, großartigen Stimmen und atembraubenden Kostümen… eine wunderbare Inszenierung mit viel Herzblut und Spielfreude und zudem auch für jeden Kulturbanausen ein garantierter Hochgenuss.

Ich war mit meiner Familie da und wir hatten große Freude.

 Da die Vorstellung nur noch an drei Tagen am kommenden Wochenende (Fr. Sa. So) zu erleben ist, möchte ich Sie hierzu ganz herzlich einladen, damit sie dieses Highlite nicht verpassen.

Gerade nach dem ernüchternden Wahlergebnis vom Wochenende ist es für uns als Kulturschaffende eines der wesentlichsten Aufgaben, kulturelle Bildung weiter im Land voranzutreiben und zu etablieren.

Wir, also die Kultur, bringen Menschen zusammen, schaffen Räume jenseits der politischen Diskussion und regen zu einer gesellschaftlichen Diskussion an.

Die ZEIT-ONLINE schrieb gestern hierzu:

„ … Wer in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs ist, erlebt trostlose Menschen, die einfach fertig sind. Dabei ist es eines der schönsten Bundesländer Deutschlands. Es ist auch ein vernachlässigtes Bundesland, mit einer der höchsten Arbeitslosenquoten und ohne funktionierendes Internet. Zu DDR-Zeiten gab es Landwirtschaft und Fischerei, heute gibt es nur noch Netto. Deshalb muss man nicht AfD wählen, aber diese Form der Abgehängtheit betrifft viele Wähler.

Der Bus kommt auch nicht schneller.

Das Einkommensniveau liegt unter dem Bundesdurchschnitt, ein Viertel der Bewohner gelten als arm, die Beschäftigungsverhältnisse sind befristet und wer sein Dorf verlassen will, um in der Stadt ins Kino zu gehen, hat entweder keine Busverbindung, kein Kino oder kein Eintrittsgeld. Für all das hat die AfD keine Lösung, und natürlich hilft ein Armutsbekämpfungsprogramm allein nicht aus, um Menschen davor zu bewahren an die politischen Ränder abzuwandern. Es hilft nur eine vielfältige Kultur und Bildungslandschaft, gut gemachte Lokalzeitungen; so etwas stärkt die Diskussionskultur. ….. Selbst wenn in Deutschland bald alle Muslime und Flüchtlinge verboten und rausgeworfen werden, wird das Internet dadurch nicht schneller, und der Bus wird auch nicht öfter kommen. …“

Gesamter Artikel unter: http://www.zeit.de/kultur/2016-09/angela-merkel-landtagswahl-fluechtlinge-afd-kiyaks-deutschstunde

Der Verein Opernale e.V:

In dem wir als Opernale e.V. die Hochkultur (Mozart) für jedermann erlebbar präsentieren tragen wir dazu bei. Unser Ziel Identifikation zu stiften: Identifikation der Menschen mit ihrer Region, der Kulturgeschichte und dem kulturellen Erbe wurde mit dieser Inszenierung erreicht. Wir freuen uns sehr. Die Besucherresonanz ermuntert trotz Wahlergebnis zum Weitermachen.

Macht Euch ein Bild und kommt vorbei: Bestellungen und Buchungen sind über unser Büro Tel. 038333-887768 oder 038333-88512 (Mo-Fr 9-12) oder karten@opernale.de möglich. Die Kartenpreise in den Kategorien A, B und C liegen regulär zwischen 10,-€ und 35,-€.

Mehr unter www.opernale.de

 

Aug 212016
 

Die SPD hat zwar eine eigene Wahlkampf-Webseite, aber sie kämpft nicht. Jedenfalls nicht mit Inhalten.

Zwei Punkte tauchen auf allen Webseiten auf:

  • Starke Wirtschaft und Gute Arbeit
  • Sozialer Zusammenhalt.

Ansonsten ist es schwierig, Inhalte auf diesen Seiten zu finden, sie eher wie ein Spielplatz wildgewordener Webdesign-Praktikanten. Es zappelt und flimmert, aber Inhalte?

Ein Wahlprogramm zur Landtagswahl, ob online oder zum Download, ist nicht zu finden.

Wenn man dann die Seitensuche bemüht, findet man Kandidatenporträts und Kurzaussagen.

Falko Beitz
Ingolf Donig
Thomas Würdisch
Thomas Schwarz
Christian Pegel
Till Backhaus
Matthias Brodkorb
Andreas Butzki
Heike Carstensen
Nadine Juditz

Ehrenamt, Denkmalschutz … sonst nichts. 

Und der Herr Kultusminister Brodkorb gibt auf seiner Kandidatenseite in der Spalte „Zu meiner Person“ nicht mal an, daß er Minister für ist.

Patrick Dahlemann, immerhin Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport des Kreistages Vorpommern-Greifswald, thematisiert diesen Themenbereich in seinem Kandidatenprofil auch nicht.

Suche nach Kulturpolitik auf der Wahlkampf-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Wahlkampf-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Landesverbands-Webseite

Suche nach Kulturpolitik auf der Landesverbands-Webseite

Das ist sehr sehr mager.

Zum Schluss noch einmal die Links:

SPD Mecklenburg-Vorpommern

Landesverband SPD Mecklenburg-Vorpommern

Die Wahlkampfseite der Partei, die man zwar über Googlesuche findet, die aber auf der Webseite selbst nirgends verlinkt zu sein scheint.

Auf der Webseite der Gesamtpartei SPD findet sich eine Übersicht über regionale SPD-Kulturforen. Mecklenburg-Vorpommern? Fehlanzeige.

Jun 282016
 

Für den morgigen Mittwoch hatten wir den dritten Kunst- und Kultur-Stammtisch auf der Burg Klempenow geplant und angekündigt.

Leider müssen wir diesen Termin aus personellen Gründen absagen.

Mit personell ist gemeint, daß wir durch Krankheitsausfälle und Überlastung nicht in der Lage sind, diesen Termin durchzuführen.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und das Thema, die Förderpolitik hier im Lande und im Landkreis, ist damit nicht aus der Welt.

Vielleicht hilft uns auch diese Pause, Kräfte zu sammeln und dann gestärkt gemeinsam für eine bessere Kulturpolitik zu arbeiten.

Bitte nehmen Sie uns diese Absage nicht übel, es geht nicht anders.

 

 

Jun 162016
 

Burg KlempenowVor der Sommerferienzeit laden wir zu unserem dritten Kunst- und Kulturstammtisch auf die Burg Klempenow ein.

Am Mittwoch, den 29.06.2016. ab 17:00 Uhr

Wir möchten uns zum Thema „Erfahrungen mit den Förderprogrammen“ austauschen.

Anlaß für die Themenwahl sind die Informationen, die wir bei der letzten Sitzung des Landeskulturrates am 13.06. erhalten haben, die Erfahrungen mit der Antragspolitik verschiedener Institutionen und den Kooperationsprogrammen etlicher, auch bundesweiter Initiativen.

Wir haben in der letzten Zeit wenig Informationen über unsere Webseite und Newsletter kommuniziert, denn alle unsere Kräfte werden aufgefressen von Formularen, Antragsarbeiten und und und. Eine unendliche, ineffiziente Bürokratie-Krake, die die Zielgruppen umkehrt:

Die Förderprogramme sind nicht für die Kunst- und Kulturschaffenden da, sondern die Kunst- und Kulturschaffenden sind für die Bürokratie da!

Was von den Ehrenamtlichen verlangt wird, die neben der Antragerei auch noch ihren Lebensunterhalt erwirtschaften und ihre Kunst schaffen, wächst sich immer mehr zu einem Albtraum aus.

So unsere These. Und unser Thema für den nächsten Stammtisch.

Wir laden ein und bitten Sie / Euch, auch Ihre/Eure Kollegen zu informieren und unsere Einaldung weiterzureichen.

Getränke und Leckereien dürfen Sie gerne mitbringen!

Link zum Verein Kultur-Transit-96 e.V. auf der Burg Klempenow

Mai 202016
 

Wir möchten noch einmal zu unserem Kulturstammtisch am 26. Mai in Pamitz einladen, der am 26. Mai ab 16:00 im Atelier Pamitz stattfinden wird.

Eine Anfahrtskizze und weitere Infos haben wir auf der Veranstaltungsseite zusammengetragen.

Es gibt viele Themen zu besprechen / zu diskutieren / zu beratschlagen, ein paar Vorschläge von uns:

  • Die anstehende Landtagswahl – Wahlprüfsteine für die Parteien
  • Kultur im ländlichen Raum, wo stehen wir heute, wo in fünf Jahren, in zehn Jahren?

Und noch ein Tipp:

Wie wäre es? Nach dem Kurs „Schwarmfinanzierung – Crowdfunding, die Chance für Ihre Idee“ der Ehrenamtsstiftung MV in Anklam, der um 15:30 zu Ende geht, ist es wirklich nur ein Katzensprung nach Pamitz! ;=)

 

Mai 102016
 

Diese Veranstaltung geben wir gerne weiter:

Von Wegwerfkühen und Ackergiften. Welchen Preis hat Effizienz in der Landwirtschaft?

Wege zur Gestaltung des ländlichen Raums

Lesung und Diskussion mit der Autorin und Journalistin Tanja Busse

Moderation: Prof. Stefan Ewert, Universität Greifswald

Wegwerfkuh

Wegwerfkuh

Die deutschen Landwirte produzieren immer mehr Milch, Fleisch oder Getreide in immer kürzerer Zeit – auch hier im ländlichen Raum Vorpommerns mit seinen relativ großen Betrieben. Effizienz ist das Argument: nur mit den intensiven, konventionellen Methoden könne man zukünftig neun Milliarden Menschen ernähren, sagen die Anhänger dieser Produktionsweise. Aber der Preis dafür sei zu hoch, halten deren Gegner dagegen.

Die Autorin Tanja Busse setzt sich seit vielen Jahren mit der modernen Landwirtschaft auseinander. In Bugewitz stellt sie nun ihr aktuelles Buch „Die Wegwerfkuh“ vor.

Darin kritisiert sie Zustände und Entwicklungen in der Produktion von Fleisch und tierischen Produkten, wird aber nie polemisch oder anklagend, sondern behält immer auch die Standpunkte und Zwänge der Landwirte im Blick.

Über diese und andere Themen möchten wir an diesem Abend mit der Autorin, weiteren Gästen wie Doreen Riske von der Agrar GbR Groß Kiesow und Dr. Jürgen Buchwald aus dem Landwirtschaftsministerium – und nicht zuletzt mit Ihnen ins Gespräch kommen.

 

Mittwoch, 8. Juni 2016, 19 Uhr; Gaststätte Am Mühlengraben; Dorfstr. 47, 17398 Bugewitz

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

Mai 102016
 

Der nächste Kulturstammtisch wird am 26. Mai in Pamitz im Atelier Pamitz stattfinden.

Wir laden herzlich dazu ein!

Wir möchten gerne in angenehmer Athmosphäre, bei einem Glas Wein oder Bier, Zwiebelkuchen oder anderen Leckereien (die Sie auch gerne mitbringen dürfen 😉 )  über die aktuelle Kulturpolitik diskutieren, uns gegenseitig (besser) kennenlernen und dies einmal ohne Termin-Druck, nicht zwischen Tür und Angel!

Das Atelier Pamitz ist eine kleine feine Kulturstätte in wunderschöner Landschaft und Erich Raken ist unser neuestes Mitglied, das Atelier wird von LEADER gefördert und gerade wurde hier das erste aktuelle LEADER-Projekt umgesetzt (neue, dichte Fenster), es gibt also Grund zur Freude.

Atelier Pamitz

Atelier Pamitz