Abwärtsspirale durchbrechen, neuem Denken Raum geben!

 

Am 29. November 2013 trafen sich mehr als 70 Teilnehmende aus Kunst, Kultur, Verwaltung und Politik in Zinnowitz zur ersten Kreiskulturkonferenz Vorpommern-Greifswald. Nach Begrüßung durch Kreistagspräsident Michael Sack, sowie durch die Vorsitzende des Kulturausschusses im Landtag MV, Ulrike Berger MdL, und den Vorsitzenden des Landeskulturbeirats, Dr. Michael Körner, widmeten sich die Anwesenden in Vorträgen, Diskussionen und Workshops einer Reihe von Themen.

Kreiskulturkonferenz 2013

Kreiskulturkonferenz 2013

Die zentrale Rolle von Kunst und  Kultur in der Herausbildung von „Yes-Go-Areas“ wurde von Anetta Kahane, der Vorsitzenden der Amadeu Antonio Stiftung, betont. Henriette Sehmsdorf vom Opernale e.V., Angelika Janz von der Kinder- und Jugendakademie und Martin Schröter vom deutsch-polnischen HOP Netzwerk warfen Schlaglichter auf die aktuelle Situation im Kreis. Die Trägerin des Kulturförderpreises 2013, Frauke Lietz, skizzierte die positive Rolle kulturpolitischer Leitlinien und von Kulturentwicklungsplänen.

Ute Gallmeister (Vorsitzende)

Ute Gallmeister (Vorsitzende)

Kreiskulturkonferenz 2013: Anetta Kahane

Anetta Kahane, Amadeu-Antonio-Stiftung

  1. In anschließenden Workshops wurden Forderungen erarbeitet, welche die Arbeit des Kunst- und Kulturrats Vorpommern-Greifswald e.V. als Selbstvertretungsorgan der Kulturschaffenden in der kommenden Zeit leiten werden:Der Rat fordert die Förderung von Kunst und Kultur zu einer Pflicht-Aufgabe von Gemeinden, Kommune und Land zu machen. Um dies zu erreichen, wird auch der Rat selber zukunftsfähige Modelle entwickeln und ruft Politik und Verwaltung zu kooperativer Zusammenarbeit auf.
  2. Der Rat nimmt das Anliegen der Landesregierung zur Kenntnis, die Verteilung von mehr Fördergeldern für Kultur auf Kreisebene zu entscheiden. Der Rat fordert, dass dies auf keinen Fall zu einer Verringerung der von den Kreisen selber zur Verfügung gestellten Gelder führen darf. Der Rat fordert auch eine zeitnahe Einbeziehung der Selbstvertretungsorgane von Kunst- und Kulturschaffenden in den Erarbeitungsprozess der neuen Kulturförderrichtlinie.
  3. Der Rat teilt die ernste Sorge der Verwaltung, durch Sparmaßnahmen im Personalbereich ihre Arbeitsfähigkeit im Sektor Kultur zu verlieren. Der Rat bietet Fachkompetenz an, und fordert Gemeinden, Kommunen, Land und Fördergeber wie die Pomerania dazu auf, für die Verteilung von Fördergeldern Fachbeiräte bzw fachlich qualifizierte Jurys einzusetzen.
Angelika Janz

Angelika Janz, Kinder- und Jugend-Akademie

Kreistagspräsident Michael Sack

Kreistagspräsident Michael Sack

Der Rat regt die Formulierung kulturpolitischer Leitlinien an und will gemeinsam mit Politik und Verwaltung die Grundlagen für einen Kulturentwicklungsplan legen. Nur so kann die derzeitige Abwärtsspirale durchbrochen und neuem Denken Raum gegeben werden.

Arbeitsgruppe

Arbeitsgruppe

Region in Bewegung

Region in Bewegung