Der Bundesverbands Soziokultur e. V. zum Thema Änderung des Gemeinnützigkeitsrechts

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Nov 112020
 

Der Bundesverband Soziokultur e. V. fordert den Deutschen Bundestag dazu auf, die Reform des Gemeinnützigkeitsrechts vorzunehmen und dabei insbesondere sicherzustellen, dass sich die politische Betätigung gemeinnütziger Organisationen nicht negativ auf ihren Status der Gemeinnützigkeit auswirken darf.
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Die Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.
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*Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende,
finanzpolitische Sprecher*innen,
kulturpolitische Sprecher*innen der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien, *

der *Bundesverband Soziokultur e. V. *ist der Dachverband von mehr als 600 soziokulturellen Zentren und Initiativen in Deutschland, die in ihrer überwiegenden Mehrzahl als gemeinnützige Körperschaften organisiert sind. Wir sind von daher an einer zeitgemäßen, an den Anforderungen an zivilgesellschaftliche Organisationen orientierten Rechtsgrundlage interessiert.

In der Vergangenheit hat sich herausgestellt, dass das bestehende Gemeinnützigkeitsrecht nicht mehr den Erfordernissen des zivilgesellschaftlichen Engagements gerecht wird. Insbesondere die politische Tätigkeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen stellt zunehmend ein Problem dar, den gemeinnützigen Status weiter beibehalten zu können und führte in diversen Fällen zu Aberkennungen dieses Status.

In den allermeisten Fällen sind Zuschüsse der öffentlichen Hand an die Gemeinnützigkeit einer Organisation gebunden. Ein Wegfall solcher Zuschüsse würde eine existenzielle Bedrohung für sehr viele soziokulturelle Zentren darstellen.

Zudem ist mit der Feststellung der Gemeinnützigkeit nicht nur die Befreiung von der Körperschaftssteuer, sondern insbesondere die Möglichkeit verbunden, Spendenbescheinigungen auszustellen. Die Annahme von Spenden und die damit verbundene Ausstellung einer entsprechenden steuerbegünstigenden Bescheinigung stellt für viele Körperschaften nicht nur eine nicht zu unterschätzende Finanzierungsquelle ihrer gemeinnützigen Arbeit dar, sodern ist gleichzeitig eine vielfältige – über die eigene Mitgliedschaft hinausgehende – Verbindung in die Zivilgesellschaft. Über die steuerbefreiende Wirkung hinaus besteht für Spenderinnen und Spender die Möglichkeit, sich für konkrete zivilgesellschaftliche Projekte auch finanziell zu engagieren.

Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit lässt vor diesem Hintergrund in der Öffentlichkeit das falsche Bild entstehen, die bisherige steuerbegünstigte Körperschaft habe etwas Verbotenes oder Unrechtes getan.

Zivilgesellschaftliche Organisationen – insbesondere die von uns vertretenen soziokulturellen Zentren und Initiativen – sind neben ihrer eigentlichen gemeinnützigen Zielsetzung hinaus Orte der Begegnung, der politischen Bildung, der Diskussion und des Diskurses. Sie sind Orte, an denen gemeinsam die gesellschaftspolitische Situation reflektiert und aus diesen Überlegungen heraus aktiv gestaltet wird. Diese politische Tätigkeit von der eigentlichen gemeinnützigen Zweckbestimmung der Organisationen trennen zu wollen, widerspricht unseres Erachtens den Zielen einer lebendigen demokratischen Gesellschaft. Von daher bedarf es unter diesem Gesichtspunkt dringend einer Reform des Gemeinnützigkeitsrechts.

Mit der Vorlage des Jahressteuergesetzes soll auch eine Präzisierung des Gemeinnützigkeitsrechts vorgenommen werden. Neben der Aufnahme weiterer steuerbegünstigter Zwecke in die Abgabenordnung sah die zentrale Empfehlung der Ausschüsse des Bundestages, darunter der Finanzausschuss, vor, die politische Tätigkeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen ausdrücklich zu erlauben.

Der entsprechende Passus lautet:
/„Elementare Bestandteile einer lebendigen Demokratie sind eine kritische Zivilgesellschaft und starke Organisationen, die politische Entscheidungspro-zesse aktiv begleiten, sich einmischen und Stellung beziehen. Die selbstlose Beteiligung an der öffentlichen Meinungsbildung sowie der politischen Wil-lensbildung sind Kennzeichen des zivilgesellschaftlichen Engagements und ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gemeinwesens. Zivilgesellschaftliche Organisationen leisten aufgrund gewandelter gesellschaftlicher Strukturen einen immer größeren Beitrag zur gesellschaftlich-demokratischen Debatte. (…)“/
(Bundesrat Drucksache 503/1/20, S. 154).

Der Bundesrat hat bei seiner Beratung am 9. Oktober 2020 diesen Passus leider abgelehnt.

*Der Bundesverband Soziokultur e. V. fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags inständig dazu auf, diesen Passus wieder in die Beratung und den Beschluss des Jahressteuergesetzes aufzunehmen, um damit die gesellschaftspolitischen Aktivitäten der vielen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure auf eine sichere Rechtsgrundlage zu stellen.*

Mit freundlichen Grüßen

*Bundesverband Soziokultur e. V. *

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Pressekontakt
*Barbara Bichler *| Leitung Öffentlichkeitsarbeit
Bundesverband Soziokultur e. V. | Lehrter Straße 49 | 10557 Berlin
Mobil 0176 45 29 63 59 |
www.soziokultur.de

Überbrückungsstipendien – Fristverlängerung

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Jun 082020
 

Wir hatten auf unserer Seite auf die Ausschreibung der Überbrückungsstipendien des Landes MV hingewiesen. Und dazu gibt es jetzt eine erfreuliche Nachricht:

Die Antragsfrist wurde verlängert, letzter Abgabetag ist nun der 31.07.2020!

 Zur Antragstellung beim LFI

Dokumente zum Download und Kontaktinformationen gibt es hier: https://www.lfi-mv.de/foerderungen/ueberbrueckungsstipendium-mv-schutzfonds-kultur/

Direkt zum Antragsformular

Strategiepapier für die Zukunft Vorpommerns – Umfrage

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Jun 082020
 

Henriette Sehmsdorf bittet um Mitarbeit. Und wir verbreiten gerne diesen Aufruf!

Liebe Mitglieder der Kreiskulturräte Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und der Mecklenburgische Seenplatte !

Der von der Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern berufene Vorpommernrat erarbeitet derzeit ein Strategiepapier für die Zukunft Vorpommerns. Dafür haben sich seine Mitglieder in verschiedene Arbeitsgruppen aufgeteilt, die die unterschiedlichen Handlungsfelder in den Blick nehmen. In der AG Wissenschaft und Kultur bin ich die einzige Vertreterin der Kunst- und Kulturschaffenden und ich möchte eine starke Stimme sein, die möglichst viele Interessen Euerseits aufnimmt. Deshalb wende ich mich heute mit den folgenden 3 Fragen Euch, die Mitglieder der Kreiskulturräte im östlichen Landesteil:

  1. Welche Sorgen habt Ihr als Kunst- und Kulturschaffende speziell im östlichen Landesteil
  2. Welche konkreten Wünsche habt Ihr an die Kulturpolitik  des Landes, Eurer Städte bzw. Kreise
  3. Welche Projekte findet Ihr, sollten  in Vorpommern resp. dem östlichen Landesteil unbedingt umgesetzt werden.

Ich freue mich über konzentrierte Zuarbeiten, die umso wirkungsvoller sind, je konkreter sie ausformuliert sind.

Um eine Rückmeldung bitte ich bis zum 20. Juli an Euren jeweiligen Kreiskulturrat, der diese Information bitte bis zum 31. Juli an mich weiterleiten möchte.

Herzlichen Dank für Eure Mitarbeit und freundliche Grüße

Eure

Henriette Sehmsdorf

Die Adresse für die Antworten:

„/LAND INTAKT/ *–*Soforthilfeprogramm Kulturzentren“

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Apr 162020
 

Dise Information geben wir gerne weiter:


*„/LAND INTAKT/ *–*Soforthilfeprogramm Kulturzentren“ stärkt die Kultur in ländlichen Regionen*

Kultur ist als Faktor für die Entwicklung ländlicher Räume zunehmend in den Blick der Politik gerückt. Kulturzentren in ländlichen Räumen setzen den Rahmen für künstlerische Aktionen, Produktionen und Veranstaltungsreihen. Durch ihren hohen Vernetzungsgrad und ihre umfassende Expertise vor Ort sind sie sehr gut geeignet, Entwicklungsprozesse für ein lebendiges Umfeld anzustoßen und andere lokale Akteure mit Inspiration und Knowhow zu unterstützen. Nicht zuletzt sind Kulturzentren in ländlichen Räumen unverzichtbare Orte der Begegnung, des Austausches, der Nachbarschaft und damit des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, Kultureinrichtungen zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Das Projekt „/LAND INTAKT/ – Soforthilfeprogramm Kulturzentren“ ermöglicht ab sofort den soziokulturellen Zentren, Kulturhäusern sowie Kultur- und Bürgerzentren in Landgemeinden und Kleinstädten bis 20.000 Einwohnern programmbegleitende Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen.>

Die Förderung kann bei der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. beantragt werden. Geschäftsführerin Ellen Ahbe: „/Intakte Ortschaften mit ihrer Tradition, der Ausstrahlung und dem Gemeinsinn der dort lebenden Menschen sind unabdingbar in den Regionen. Kulturzentren nehmen hierbei eine bedeutende Rolle ein. Wir begrüßen in Zeiten der Krise das deutliche Signal der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und freuen uns, als Fachverband die dringend notwendigen Anschaffungen und Modernisierungsmaßnahmen zu koordinieren und damit zur Innovation und Stärkung einer vielfältigen Kulturlandschaft in den ländlichen Räumen beizutragen.“ /

Das Projekt „LAND INTAKT – Soforthilfeprogramm Kulturzentren“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“ gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Mittel stammen aus dem „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Weitere Informationen und Kontakt: Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. | Lehrter Str. 38, 10557 Berlin, T 030.3 97 44 59-4
Claudia Ballschuh (Projektleitung) | | www.soziokultur.de | www.landintakt.de <

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. ist Dachverband für 14 Landesverbände und ca. 600 soziokulturelle Zentren und Initiativen in der Bundesrepublik Deutschland.
Das Programm „LAND INTAKT“ ist auch für Nicht-Mitglieder offen.


Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V.
Lehrter Straße 27-30, 10557 Berlin
www.soziokultur.de
fon (030) 397 44 59-0
fax (030) 397 44 59-9
mobil: 0176.10139309
Sitz: Berlin | Amtsgericht Charlottenburg | VR 30237 B
Geschäftsführung: Ellen Ahbe
Steuer-Nr.: 216/107/30466

MV-Schutzfonds: 20 Millionen Euro für die Kultur bereitgestellt

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Apr 072020
 

Eine Pressemeldung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 7. April 2020:

Die Landesregierung unterstützt in der Corona-Krise Künstlerinnen, Künstler, Kulturschaffende, Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung sowie Gedenkstätten mit insgesamt 20 Millionen Euro. Das Kabinett hat heute in seiner telefonischen Sitzung die entsprechenden Auszahlungsbedingungen für die Schutzleistungen beschlossen. Die Millionenhilfen sind Teil des MV-Schutzfonds des Landes, der insgesamt 1,1 Milliarden Euro umfasst.

„Die Landesregierung unterstützt mit dem MV-Schutzfonds die Unternehmen und die Beschäftigten im Land. Wir wissen, dass auch viele kulturelle Einrichtungen und Träger und auch viele Künstlerinnen und Künstler durch die jetzt notwendigen Schutzmaßnahmen erhebliche Einnahmeausfälle haben. Deshalb war für uns immer klar, dass die Kultur eine besondere Unterstützung braucht. Ich bin Bildungsministerin Martin sehr dankbar, dass Sie hierfür dem Kabinett heute sehr gute Vorschläge gemacht hat“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Kabinettssitzung.

„Die Corona-Krise stürzt Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Einrichtungen in schwere Existenznöte“, betonte Kulturministerin Bettina Martin. „Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich durch eine vielfältige und lebendige Kulturszene aus. Wir dürfen nicht zulassen, dass uns diese kulturellen Angebote wegbrechen und Leerstellen entstehen. Kunst und Kultur haben eine unverzichtbare Rolle in unserer Gesellschaft. Die Landesregierung unterstützt daher die Kulturschaffenden im Land, damit sie leichter durch diese schwere Zeit kommen“, sagte Martin.

In Ergänzung zu den bestehenden Hilfen (Soforthilfen, Grundsicherung etc.) umfasst dieses Paket eine Unterstützung für folgende Säulen:

Säule 1: Institutionell geförderte Einrichtungen und Einrichtungen, die in Analogie gefördert werden

Säule 2: Träger mit gemeinnützigen Projekten in der Kulturförderung

Säule 3: Träger mit gemeinnützigen Projekten außerhalb der Kulturförderung

Säule 4: Überbrückungsstipendien

Säule 5: Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung

Säule 6: Träger der Gedenkstättenarbeit

Säule 1: Institutionell geförderte Einrichtungen und Einrichtungen, die in Analogie gefördert werden

Bedarfsschätzung: 3,5 Mio. Euro

Zuwendungszweck: wird in den Vollzugshinweisen geregelt

Zuwendungsempfänger: Kultureinrichtungen, die eine regelmäßige Förderung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur erhalten (insbesondere Deutsches Meeresmuseum, Historisch Technisches Museum Peenemünde, Pommersches Landesmuseum, Künstlerhaus Lukas, Technisches Landesmuseum, Stiftung Mecklenburg, Ernst-Barlach-Stiftung)

Säule 2: Träger mit gemeinnützigen Projekten in der Kulturförderung

Bedarfsschätzung: 3,8 Mio. Euro

Zuwendungszweck: wird in den Vollzugshinweisen geregelt

Zuwendungsempfänger: Träger, die für gemeinnützige Projekte regelmäßig eine Kulturförderung erhalten

Beispiele (nicht abschließend): Usedomer Kunstverein, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Burg Klempenow, Schloss Plüschow, Internationales Kleinkunstfestival, Müritzeum

Säule 3: Träger mit gemeinnützigen Projekten außerhalb der Kulturförderung

Bedarfsschätzung: 1,5 Mio. Euro

Zuwendungszweck: wird in den Vollzugshinweisen geregelt

Zuwendungsempfänger: Träger, die für ihre gemeinnützigen Projekte keine regelmäßige Kulturförderung erhalten

Beispiele (nicht abschließend): MuSeEn gGmbH (Schliemann-Museum Ankershagen, Agroneum Alt Schwerin, 3 Königinnen Palais Mirow), Freilichtmuseum Klockenhagen, Konzertverein Schwerin, Freie Theater

Säule 4: Überbrückungsstipendien

Bedarfsschätzung: 3 Mio. Euro

Zuwendungsweck: Arbeitsstipendien i. H. v. je 2.000 Euro zur Unterstützung freischaffender, professioneller Künstlerinnen und Künstler, die durch die Absage von Engagements in Existenznot geraten sind. Das Stipendium dient in Abgrenzung zur Grundsicherung der Sicherung des künstlerischen Arbeitens und Wirkens*. Näheres wird in den Vollzugshinweisen geregelt.

Zuwendungsempfänger: freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler mit einer Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (Wort, Bildende und Darstellende Kunst, Musik); inkl. Härtefallregelung

Das Land setzt sich gegenüber der Bundesagentur für Arbeit dafür ein, dass das Überbrückungsstipendium nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird.

Säule 5: Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung

Bedarfsschätzung: 600.000 Euro

Zuwendungszweck: wird in den Vollzugshinweisen geregelt

Zuwendungsempfänger: Träger, die eine Förderung in den Bereichen allgemeine und politische Weiterbildung erhalten

Beispiele (nicht abschließend): Arbeit und Leben MV, Europäisches Integrationszentrum Rostock, Dien Hong – Gemeinsam unter einem Dach, Frauenbildungsnetz M-V, Akademie Schwerin

Säule 6: Träger der Gedenkstättenarbeit

Bedarfsschätzung: 200.000 Euro

Zuwendungszweck: wird in den Vollzugshinweisen geregelt

Zuwendungsempfänger: Träger, die eine Grundförderung im Bereich Gedenkstättenarbeit erhalten

Beispiele: Dokumentationszentrum Prora, Grenzhus Schlagsdorf, Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse

Reserve für aktuell noch nicht bezifferbare, aber anfallende Bedarfe der Säulen 1-6

Die Landesregierung hat 7,4 Millionen Euro als Reserve vorgesehen, um die zum jetzigen Zeitpunkt nicht scharf bezifferbaren finanziellen und inhaltlichen Bedarfe vorzuhalten.


Download der Informationsblätter hierzu:

057-20 MV-Schutzfonds Kultur1.pdf(PDF, 0,08 MB)

057-20 Informationsblatt_Nr._3.pdf (PDF, 0,08 MB)

Offener Brief an die Landesregierung

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Apr 072020
 

Ein offener Brief verschiedener Organisationen, den der Kunst- und Kulturrat VG auch unterstützt:

Offener Brief: Corona Soforthilfe schließt viele Kreativunternehmen aus Lebensunterhalt wird nicht unterstützt

Solo-Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen in Gefahr –  Zuschüsse für Auszahlung eines Unternehmer*innengehalts nutzbar machen

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Schwesig,

sehr geehrter Herr Minister Glawe,

mit dem M-V Schutzschirm und speziell der Corona-Soforthilfe hat die Landesregierung erste wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft abzumildern. Wir begrüßen, dass die Maßnahmen insbesondere auch die unternehmerische Realität von Solo-Selbständigen und Angehörigen der Freien Berufe (einschließlich Künstler und Kulturschaffende) adressieren, die für die Kultur- und Kreativwirtschaft strukturprägend sind.

Minister Glawe sagte in einem NDR-Interview: „Wir schützen jedes Unternehmen – egal ob ‚Ein-Mann-Betrieb‘ oder mit zehn oder 150 Mitarbeitern. Wir wollen, dass die Wirtschaft weiter am Leben bleibt.“ Es gehe jetzt vorrangig darum, der Wirtschaft zu helfen, Arbeitslosigkeit zu verhindern und Unternehmen weiter am Markt zu halten.

Die aktuelle Verwaltungsrichtlinie der Corona-Soforthilfe sieht ausschließlich die Kompensation von betrieblichen Sach- und Finanzaufwendungen vor. In der Arbeitsrealität von Solo-Selbstständigen, Freiberuflern und Kleinstunternehmen spielen die genannten Aufwendungen allerdings häufig nur eine untergeordnete Rolle – ein Umstand der sich nicht selten durch die Spezifika der gewerblichen Tätigkeit begründet. Ihre Existenz ist dabei grundlegend an die gewerblichen Einnahmen gebunden, die Erwirtschaftung des eigenen Gehalts bleibt unverzichtbar.

*Aus diesem Grund fordern wir die Landesregierung auf, die förderfähigen betrieblichen Sach- und Finanzaufwendungen bei Solo-Selbstständigen, Freiberuflern, Kleinstunternehmen und Personengesellschaften um einen kalkulatorischen Pauschalbetrag von 1.180,00 Euro pro Monat für Lebenshaltungskosten des Inhabers / der Inhaberin zu erweitern und somit die Soforthilfe des Bundes mit Landesmitteln aufzustocken oder alternativ die Anerkennung seitens des Bundes zur erwirken.*

Andere Bundesländer haben ähnliche Aufstockungen bereits in ihre Soforthilfen implementiert.

Wir haben erfreut zur Kenntnis genommen, dass in kurzer Zeit bereits eine beachtliche Zahl an Anträgen bewilligt und Zuschüssen angewiesen wurden und möchten uns für die bisher als sehr unbürokratisch wahrgenommene Abwicklung der Corona-Soforthilfe bedanken.

Mit freundlichen Grüßen

*PopKW – Landesverband für populäre Musik und Kreativwirtschaft M-V e.V.*

*Kreative MV – Landesverband Kultur- und Kreativwirtschaft e.V.*

*Künstlerbund M-V e.V.*

*Jugendkunstschulverband M-V e.V.*

*Literaturrat M-V e.V.*

*Landesverband Freier Theater M-V e.V.*

*muse work e.V. *

*Warnow Valley*

*Compagnie de Comédie e.V.*

Kommunalwahl 2019 – Kulturpolitische Wahlprüfsteine

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Mai 042019
 

Ein doppelter Wahltag steht am 26. Mai an: Europawahl und Kommunalwahl. Wie halten es die Kandidaten mit der Kulturpolitik?

Zusammen mit dem Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald und PopKW (Landesverband für Populäre Musik und Kreativwirtschaft M-V e.V.) hat der Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Greifswald einen Fragenkatalog erarbeitet und an verschiedene Parteien, Einzelbewerber und Wählergemeinschaften versandt. Die Antworten werden wir auf der Webseite des Kunst- und Kulturrates VG veröffentlichen und per Newsletter über die Antworten informieren.

Zum Fragenkatalog kommen Sie über diesen Link.

Das Land lobt wieder einen Kulturpreis aus.

 Ausschreibungen, Kultur und Politik  Kommentare deaktiviert für Das Land lobt wieder einen Kulturpreis aus.
Mai 152018
 

Das Land Mecklenburg-Vorpommern lobt in diesem Jahr wieder einen Kulturpreis als Haupt- und Förderpreis aus. Die Auszeichnungen werden durch die Ministerpräsidentin verliehen. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis zum 1. Juli 2018 (Poststempel) im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen.

Der Förderpreis soll wie der Hauptpreis Leistungen von höchster Qualität anerkennen und besonders innovative Projekte berücksichtigen. Vorausgesetzt wird ein enger Bezug zu Land und Leuten. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro, der Förderpreis mit 5.000 Euro dotiert.

„Damit die Preise die Kulturschaffenden auch erreichen, braucht es Menschen, die sie vorschlagen. Ich bin mir sicher, dass viele von uns engagierte Persönlichkeiten kennen, die eine dieser Auszeichnungen verdient hätten. Ich freue mich auf zahlreiche Vorschläge“, sagte Ministerin Hesse.

Die Vorschläge können beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Werderstr. 124, 19055 Schwerin, eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Im Jahr 2017 wurde der Landeskulturpreis dem Fotografen und Kulturjournalisten Hans Pölkow verliehen. Den Förderpreis erhielt der polenmARKT e. V. Weitere Informationen und Bewerbungsbedingungen im Internet unter www.bm.regierung-mv.de in der Rubrik „Kultur“, Stichwort „Kulturpreise“.

Alle Informationen zum Preis und zum Procedere finden Sie im PDF des Ministeriums, den Sie hier herunterladen können.  Ausschreibung Kulturpreis des Landes MV 2018

Funkstille oder Lobbyarbeit oder Frust?

 Kultur und Politik, Verein  Kommentare deaktiviert für Funkstille oder Lobbyarbeit oder Frust?
Apr 172018
 

Ja, hier auf der Webseite haben wir in der letzten Zeit nichts veröffentlicht.

Was können wir veröffentlichen?

  • Projekt-Aufrufe?  Davon erreichen uns viele. Es geht aber nicht um Projekte, jedenfalls nicht langfristig.
  • Strukturpolitik? Es fehlen die Strukturen. Projekte stopfen kurzfristig Löcher, die wegen fehlender Strukturen ….

Wir haben in der letzten Zeit aber nicht nichts getan.

  • Der KuKuRa VG stellt ein Mitglied im Landeskulturrat des Landes MV. Wir nehmen an den Sitzungen teil. Frau Ministerin jedoch nicht.
    Die Kultusministerin, Frau Hesse, kümmert sich nicht um Kultur, dafür ist jetzt der Staatssekretär Schröder zuständig.
  • Der Vorsitzende des Landeskulturrates, Herr Körner, führte Gespräche mit Vertretern der Kreise und der jeweiligen Kreiskulturräte.
    Auch mit den Vertretern des Kreises Vorpommern-Greifswald und dem Kreiskulturrat VG.
    Dabei wurde uns erklärt, daß der Kreis VG keinerlei Interesse an dem Kreiskulturrat, an einer Unterstützung des Kreiskulturrates, an einer Zusammenarbeit mit dem Kreiskulturrat hat.
  • Vertreter der Kreiskulturräte trafen sich in Rostock zu einem Austausch und Brainstorming. Um ein Stimmungsbild zu gewinnen.
    Das Stimmungsbild ist eindeutig: die Einbindung / Akzeptanz / Unterstützung der Kreiskulturräte schwindet von West nach Ost, von Mecklenburg nach Vorpommern: Ludwigslust/Parchim arbeitet mit dem dortigen Kreiskulturrat zusammen, Vorpommern-Greifswald verweigert sich und lehnt ab.
  • Die Kreiskulturräte haben einen Brief an die Kultusministerin geschrieben und um ein Treffen gebeten.
    Frau Ministerin hat keine Zeit, schlägt ein Treffen mit dem Staatsskretär vor.

Das alles ist äußerst frustrierend. Und die Uhr tickt. Wenn sich in 2018 nichts ändert, wird der Vorstand des KuKuRa VG zurücktreten. Wir hatten (uns) ja noch ein Jahr gegeben..

MV-Landeskulturkonferenz 2017 in Schwerin – Ende der Anmeldefrist

 Kultur und Politik, Landesregierung  Kommentare deaktiviert für MV-Landeskulturkonferenz 2017 in Schwerin – Ende der Anmeldefrist
Okt 282017
 

Am 31. Oktober ist Anmeldschluss für die diesjährige Landeskulturkonfernez des Landes MV in Schwerin.

Aus der Ankündigung des Ministeriums:
Die diesjährige Landeskulturkonferenz beschäftigt sich mit der Frage, wie Kunst und Kultur noch stärker in das Bewusstsein sowohl der Einheimischen als auch der Touristen gerückt werden kann. Wer bei dem Gedankenaustausch dabei sein möchte, ist am 13. November 2017 in die Ritterstuben in Schwerin eingeladen.

Die Tagesordnung können Sie dem Veranstaltungsflyer entnehmen.

Anmeldeschluss: 31.10.2017, zum Online-Anmelde-Formular

Download des Veranstaltungsflyers

Download: Arbeitsgruppen