Nov 182015
 

Zwei Millionen Euro soll es ab 2016 zusätzlich für die Kulturförderung in Mecklenburg-Vorpommern geben. Mit dieser Ankündigung hat Kultusminister Brodkorb den Ball an die Kulturschaffenden im Lande weitergegeben: Was mit den zwei zusätzlichen Fördermillionen anfangen? Nun sei es an den Kreiskulturräten und dem Landeskulturrat, dies mit den Kulturschaffenden zu diskutieren, und zwar bis Ende November.

Dazu die Stellungnahme des KuKuRA VG:

Der Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Greifswald begrüßt die Entscheidung, mehr Geld für Kultur bereit zu stellen, auch die Einladung an die Kunst- und Kulturräte, hierzu Vorschläge zu sammeln und einzureichen. Wir sehen es als einen großen Schritt in Richtung Bürgerbeteiligung.

Unsere öffentliche Debatte zum Thema kann aus organisatorischen Gründen erst am 5. Dezember im Postel Usedom in Wolgast stattfinden.

Daher haben wir per Mail aufgerufen, Vorschläge / Statements zu diesem Thema einzureichen. Die bisher eingetroffenen Schreiben leiten wir hiermit an den Landeskulturrat und an den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur weiter.

Der Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Greifswald unterstützt den Vorschlag des Ministers, einen Teil der Mittel für den Bereich Allgemeine Pflege der Kultur zur Verfügung zu stellen. Die finanzielle Situation der Kulturträger ist in starkem Maße defizitär und diese Summe könnte in vielen angespannten Haushaltslagen etwas Erleichterung bringen.

Der Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Greifswald möchte gerne wissen, ob diese zwei Millionen Euro auch in  künftigen Haushalten den Freien Trägern zur Verfügung stehen wird und inwieweit eine Dynamisierung dieser Fördermittel vorgesehen ist.

Auch das vorgeschlagene Investitions- und Innovationsprogramm begrüßen wir.

Dabei ergeben sich Fragen wie:

    • Wo sind die Defizite in der Kulturförderung in Vorpommern-Greifswald sowie in MV am größten? Gibt es Sparten, Bereiche, die bislang zu wenig Förderung erhalten haben? Wir denken dabei an künstlerische Nachwuchsförderung, Literatur und Bildende Kunst, neue innovative Projekte, aber auch an Künstlernachlässe….
    • Wie kann Innovation im Landkreis und im Land am besten gefördert werden?
    • Wie erreicht die Landesförderung auch solche Kunst- und Kulturschaffenden, die noch nicht in Verbänden organisiert sind?
    • Wie kann eine tatsächliche Demokratisierung der Kulturförderung aussehen und wie lässt sie sich organisieren?
    • Was sind die Bedarfe der lokalen, regionalen und landesweiten Kulturszene an der Basis?
    • Wie kann Landesförderung dazu beitragen, Kultur in MV mit landes-, Bundes- oder europaweiter Beteiligung und Ausstrahlung zu ermöglichen?

Diese Fragen kann auch kein Kunst- und Kulturrat sofort beantworten und sie bedürfen einer weitergehenden Analyse.

Dabei ergibt sich doch von selbst die Frage, wo die Kulturpolitik in den nächsten Jahren hinsteuern will, die eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Initiativen einschließt. Das könnte eine Grundlage für einen Kulturentwicklungsplan darstellen, mit dem sich auch die Kunst- und Kulturräte der Landkreise / Regionen auseinandersetzen würden. In diesem Zusammenhang sehen wir regionale Netzwerkkoordinator/innen für die Landkreise für dringend notwendig. Diese könnten bei den regionalen Kunst- und Kulturräten angesiedelt werden.

Darüber hinaus sehen wir in den Regionen die Notwendigkeit, die Kulturarbeit besser zu vernetzen und sichtbar zu machen – durch Vernetzung, Beratung und professionelle Öffentlichkeitsarbeit – diese sollt durch entsprechende Honorarmittel oder bereitgestellte Personalkosten gewährleistet werden.

Da innerhalb der kurzen Zeitspanne bis Mitte Dezember solch eine Analyse nicht möglich ist, schlagen wir folgendes vor:

Die Gelder unter einem eigenen Titel in den aktuellen Doppelhaushalt, etwa in einen Fonds einzustellen, um den Prozessen mehr Zeit geben. Dieser Fonds könnte auch grundsätzlich ähnlich dem Hauptstadtkulturfonds Berlin eingerichtet werden mit der Möglichkeit, zweimal jährlich Förderanträge zu stellen. Das würde uns Zeit und Raum geben, weiter über dieses Thema zu beraten.

Der Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Greifswald e.V.

Nov 162015
 

Kultur gibt es nicht einfach von selbst, sie muß unterstützt, gestärkt, ermöglicht werden; Tourismus und Wirtschaftsförderung – das reicht nicht für die Entwicklung unseres Landkreises. Bürgerliches ehrenamtliches Engagement ist notwendig, reicht aber oft nicht aus.
Deshalb wirbt der Kunst- und Kulturrat VG um Fördergelder für die Stelle eines Kulturmanagers.

Die Aufgaben einer solchen Stelle sind vielfältig, denn es geht darum,  professionell für die Kunst und Kultur zu werben, Fördergelder einzuwerben, die Kunst- und Kulturschaffenden zu entlasten… der Antrag an die Landesregierung um eine solche Stelle ist gestellt.

Nordkurier vom 13.11.2015Der Nordkurier berichtete am 13.11.2016 über unseren Antrag.
Ein Klick auf das Bild links führt zu einer größeren, lesbaren Version dieses Artikels.

Wir wünschen uns, daß diese Stelle ab April 2016 besetzt werden kann, gesichert und mit langfristiger Perspektive. Kurzfristige Aktivitäten versanden und helfen nicht.

Okt 292015
 

Am 7. November 2015 findet im Greifswalder Alfried Krupp-Wissenschaftskolleg der Stiftungstag Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Stiftungstag ist das maßgebende Forum in MV, das unabhängig von der Mitgliedschaft im Landesnetz jedes zweite Jahr Institutionen und Individuen zusammenbringt, die sich für die Bereiche Stiften – Fördern – Engagieren interessieren.
Ein ganztägiges Programm bietet Podien und Workshops z.B. zu Storytelling in der Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Erfahrung mit Bürgerengagement.
Die Ehrenamtsstiftung MV informiert über Fördermöglichkeiten in MV, Mitarbeiterinnen des Finanzamts geben Rat zu steuerlichen Fragen der Gemeinnützigkeit, die Stiftungsaufsicht gibt Auskunft zu Rechtsfragen, der Landesauschuss der Stiftungen berät zu praktischer Stiftungsarbeit.

Nähere Informationen finden Sie im  Flyer

Anmeldung unter http://www.anstiftung-mv.de/event/4-stiftungstag-2015-mecklenburg-vorpommern/?instance_id=125

Weitere Infos zur Stiftungs-Thematik finden Sie im Stiftungs-Blog von PhiPolisConsult.

Okt 192015
 
Klappe gegen Rassismus

Klappe gegen Rassismus

Mit der Wettbewerbsausschreibung „Klappe gegen Rassismus“ werden Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren aufgefordert, eigene Ideen für Kurzfilme gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit zu entwickeln und einzureichen.

Bewerbungen können allerdings nur bis zum 1. November 2015 bei der RAA eingereicht werden. Aus allen eingereichten Vorschlägen wählt eine prominent besetzte Jury die zehn besten Filmideen aus. Die Gewinner erhalten professionelle Unterstützung in Form von technischer Ausstattung, medienpädagogischer Begleitung und fachlicher Beratung im Wert von bis zu 4.000 Euro, um ihr Vorhaben bis zum Frühjahr 2016 selbst zu realisieren. Außerdem veröffentlicht die RAA die fertigen Filme auf einer DVD.

Alle Infos zum Wettbewerb finden Sie unter www.klappe-gegen-rassismus.de im Internet.

Flyer können bei  bestellt werden.

Okt 192015
 

Wir möchten auf die folgende Veranstaltung aufmerksam machen:

Sprache und Sprachlosigkeit in der interkulturellen Beratungsarbeit

am Donnerstag, 12. November 2015, 9.30 bis 16 Uhr, im Sozio-kulturellen Zentrum St. Spiritus, Lange Straße 49/51, 17489 Greifswald

und am Freitag, 20. November 2015, 9.30 bis 16 Uhr,im Filmbüro Wismar, Bürgermeister-Haupt-Straße 51-53, 23966 Wismar

Menschen in Einrichtungen, die mit Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern arbeiten, müssen über vielfältige Kompetenzen verfügen, um ihre Beratungstätigkeit durchführen zu können. Das Seminar „Sprache und Sprachlosigkeit in der interkulturellen Beratungsarbeit“ entwickelt mit den Teilnehmenden Lösungsansätze für die eigene Beratungstätigkeit.

Thematischer Schwerpunkt des eintägigen Seminars ist die Interkulturelle Kommunikation aus kommunikationspsycho-logischer Perspektive. Dazu wird das Themenfeld Gewalt- und Konfliktprävention angesprochen, um gemeinsam mögliche Handlungslösungen zu entwickeln. Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliches Fachpersonal im Anti-Gewalt-Bereich, im Gesundheitsbereich und Sozial- und Bildungswesen. Es richtet sich ebenso an sozial- und gleichstellungs-politisch engagierte Personen, die sich für interkulturelle Vielfalt in M-V einsetzen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 25,00 EUR pro Seminar. Wir bitten um Anmeldung bis zum 31. Oktober 2015

per Post: G3 – gender gestaltet gesellschaft, Frauenbildungsnetz MV e. V., Heiligengeisthof 3, 18055 Rostock
per Mail: per Fon/Fax: 0381 – 490 77 14

Die Seminare sind ein Kooperationsprojekt von G3 – gender gestaltet gesellschaft/Frauenbildungsnetz und dem Verein Jurte der Kulturen e.V. Stralsund. Sie werden gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales MV.

Okt 072015
 

Kultur als Motor für die Regionalentwicklung: Nordisch-deutscher Austausch in den Nordischen Botschaften, Berlin

Gemeinsam mit der Herbert Quandt-Stiftung laden die Nordischen Botschaften am Montag, dem 19. Oktober, von 10.00-18.15 Uhr zu einer internationalen Konferenz ein.

Veranstaltungsort: Nordische Botschaften, Rauchstr. 1, 10787 Berlin. Konferenzsprache ist Englisch.

Die Einladung mit allen Rednern und dem detaillierten Programm zum Download:
Konferenz-Programm / Einladung

Sep 172015
 

Am 2. Oktober findet in Schwerin die Kulturkonferenz mit dem Titel „Kulturwelten in MV im Strukturwandel“ statt, organisiert vom Landeskulturrat und vom Kreativsaison e. V.

Ein kurzer Auszug aus der Tagesordnung:

  • Dr. Michael Körner; Aus der Arbeit des Landeskulturrates
  • Prof. Dr. Dieter Haselbach: Kulturpolitik im Strukturwandel
  • Hans- Heinrich Grosse- Brockhoff: Der Strukturwandel fordert nicht weniger, sondern mehr Ausgaben für die Kultur – aber bitte intelligent!
  • Mathias Brodkorb; Kulturpolitische Perspektiven bis 2020 für MV

Anmeldeschluß zur Teilnahme ist am 25.09.2015, das Anmeldeformular finden Sie im Konferenzflyer:

Konferenzflyer zum Download

Nov 302014
 

Am 27. Juli 2014 fand im kulturforum PAMPIN in Kooperation mit SCULPTURE NETWORK – der größten europäischen Online-Plattform zur Förderung der dreidimensionalen Kunst – ein „Dialogue“ zum Thema „Kunst in der Pampa – Wie kann das Erfolg haben?“ statt.

Eingeleitet wurde der „Dialogue“ mit einem Interview mit dem Chairman von SCULPTURE NETWORK, Ralf Kirberg.

Es folgte eine lebhafte Diskussion mit den Teilnehmern Cornelia Hass (Tourismusverband MV, Abteilungsleiterin Landtourismus/LandArt), Takwe Kaenders (Künstlerin, BBK MV), Dr. Michael Körner (Vorsitzender des Kulturrates MV), Prof. Dr. Wolfgang Vogt (GF kulturforum PAMPIN) unter Beteiligung des Publikums.

Abschließend wurde als Beitrag zum kulturpolitischen Diskurs in MV das PAMPINER SIGNAL verteilt und zur Erstunterzeichnung ausgelegt.

Dieses Signal-Papier können Sie in unserem Info-Bereich herunterladen.

 

 

Jun 122014
 

eine Feststellung, die fast mantramässig in diesen Zeiten der Sparzwänge, Schuldenbremsen, Kommerzialisierung wiederholt werden müsste.

Kultur ist keine Handelsware!

Burkhard C. Kosminski, Intendant Schauspiel Nationaltheater Mannheim, schreibt einen offenen Brief an die Bundesministerin Wanka, die Staatsministerin Grütters, die Ministerin Bauer sowie den Minister Stoch, allesamt Vertreter der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Baden-Württemberg  und bittet sie (und alle) um einen Dialog, „ob das bisherige Modell Kultur und Bildung von einander zu trennen, noch zeitgemäß ist, oder ob es nicht notwendig ist, gemeinsam eine neue Vision für die Zukunft zu entwickeln. Die Kultur erlebt einen Bedeutungsschwund in erschreckendem Ausmaß; die öffentlichen Diskussionen sind von Fatalismus geprägt; die Demokratie scheint auf diese Herausforderungen nur schleppend zu reagieren. Die Schuldenbremse, die Bund und Ländern zwingend vorschreibt, von 2020 an keine Schulden mehr zu machen, wird die fatalen Konsequenzen der jetzigen Entwicklung schlagend deutlich machen: Es gibt keine Ziele mehr jenseits des Sparzwangs. Es gibt keine verbindenden Werte jenseits der Ökonomie.

Sein Aufruf schließt:

Ich fordere außerdem gemeinsam mit vielen anderen die Vertreter der Bundesregierung auf, alles dafür zu tun, damit die Kultur aus dem derzeit diskutierten Freihandelsabkommen mit den USA herausgelöst wird. Kultur ist keine Handelsware.

Die Url des offenen Briefes in der Druckversion

Nov 282013
 

Der nun verabschiedete Koalitionsvertrag der drei großen Parteien enthält wichtige Aussagen zur geplanten Kulturpolitik. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Basis der SPD haben sich die künftigen Regierungspartner auch auf eine Aussage zur notwendigen Ausnahmeregelung für die Kultur im wohl kommenden Freihandelsabkommen der EU mit den USA einigen können. Ob diese Aussagen / Vorhaben eingehalten werden, das wird sich zeigen.  Auf jeden Fall sind die getroffenen Formulierungen umfassender als die Kompromiß-Einigung mit Frankreich bei der Mandatserteilung für die EU, als es nur um die audiovisuellen Medien ging, die geschützt werden sollen.

Sie werden auf der Seite des Kunst- und Kulturrates Vorpommern-Greifswald Informationen zu diesem Thema finden, zusammengestellt anläßlich der Kreiskulturkonferenz am 29.11. in Zinnowitz.

Der Koalitionsvertrag im Wortlaut:  cdu_csu_spd_koalitionsvertrag-2013 pdf

Ein Auszug aus diesem Vertrag, die Kultur betreffend: Koalitionsvertrag stärkt Kunst, Kultur und Medien