Jun 122014
 

eine Feststellung, die fast mantramässig in diesen Zeiten der Sparzwänge, Schuldenbremsen, Kommerzialisierung wiederholt werden müsste.

Kultur ist keine Handelsware!

Burkhard C. Kosminski, Intendant Schauspiel Nationaltheater Mannheim, schreibt einen offenen Brief an die Bundesministerin Wanka, die Staatsministerin Grütters, die Ministerin Bauer sowie den Minister Stoch, allesamt Vertreter der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Baden-Württemberg  und bittet sie (und alle) um einen Dialog, „ob das bisherige Modell Kultur und Bildung von einander zu trennen, noch zeitgemäß ist, oder ob es nicht notwendig ist, gemeinsam eine neue Vision für die Zukunft zu entwickeln. Die Kultur erlebt einen Bedeutungsschwund in erschreckendem Ausmaß; die öffentlichen Diskussionen sind von Fatalismus geprägt; die Demokratie scheint auf diese Herausforderungen nur schleppend zu reagieren. Die Schuldenbremse, die Bund und Ländern zwingend vorschreibt, von 2020 an keine Schulden mehr zu machen, wird die fatalen Konsequenzen der jetzigen Entwicklung schlagend deutlich machen: Es gibt keine Ziele mehr jenseits des Sparzwangs. Es gibt keine verbindenden Werte jenseits der Ökonomie.

Sein Aufruf schließt:

Ich fordere außerdem gemeinsam mit vielen anderen die Vertreter der Bundesregierung auf, alles dafür zu tun, damit die Kultur aus dem derzeit diskutierten Freihandelsabkommen mit den USA herausgelöst wird. Kultur ist keine Handelsware.

Die Url des offenen Briefes in der Druckversion