Aug 222016
 

In diesem Beitrag nutzen wir den allgemein üblichen Kurzbegriff „GRÜNE“ wenn die Partei Bündnis 90 / Die Grünen gemeint ist.

Auf der Webseite www.gruene-mv.de findet man schnell zu den Wahlaussagen und dem Wahlprogramm. Das Programm steht komplett oder kapitelweise zum Download zur Verfügung.

LEBENDIGE KULTUR – Damit MV ein Land der Vielfalt und Kultur bleibt!

Diese zentrale Aussage verdeutlicht den Kulturbegriff der GRÜNEN, die darunter eben nicht nur Denkmalschutz, Baudenkmäler und touristische Attraktivität verstehen. 

Wir GRÜNE stehen für eine neue Kulturpolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Bessere Bedingungen für Kulturschaffende sind unser Ziel, denn gerade in den ländlichen Räumen sind sie das Personal für eine Wiederbelebung. Wir wollen keine „von oben” verordnete Förder- und Kürzungspolitik in der Kultur, sondern Projekte und Angebote fördern, in denen Bürgerinnen und Bürger selber künstlerisch und kulturell aktiv werden können. Mit einer engen Kooperation zwischen freier Kultur und öffentlichen Kultureinrichtungen und einer Förderung der Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft wollen wir das kulturelle Leben in unserem Land voranbringen.

Die Kernaussagen:

  • Mehrspartentheater statt Mehrfahrtentheater

  • Kultur verlässlich und unbürokratisch gestalten – in der Stadt wie auf dem Land

  • Kulturräte unterstützen
    In den vergangenen Jahren haben sich in vielen Landkreisen Kreiskulturräte gebildet. Hier vernetzen sich Künstler und Kulturinteressierte, um Positionen und Konzepte für die kulturelle Entwicklung ihrer Regionen zu entwickeln und zu diskutieren.
    Wir GRÜNE wollen die Arbeit dieser Kulturräte weiter stärken und:
    • pro Landkreis oder kreisfreier Stadt wenigstens eine halbe Personalstelle für die Kulturräte zur Verfügung stellen.
    • allen acht Kreiskulturräten zeitnah gestatten jeweils zwei stimmberechtigte Mitglieder in den Landeskulturrat zu entsenden – wie durch die Landesregierung angekündigt, aber nie umgesetzt.
    den Landeskulturrat zu einem unabhängigen und paritätisch besetzten Gremium umbauen. Statt die Mitglieder wie bisher vom Kultusminister auswählen zu lassen, wollen wir die Mitglieder aus jeweils einen stimmberechtigten Vertreter der sechzehn verschiedenen Kulturbereiche bestimmen und weitere sechzehn stimmberechtigte Delegierte der acht Kreiskulturräte in den Rat entsenden. Daneben sollen kulturelle Verbände sowie Landes und Kommunalverwaltung ohne Stimmrecht teilnehmen dürfen.
    dem Landeskulturrat vor Entscheidung der kulturellen Projektförderung ein Votum für förderfähige Projekte zugestehen.

  • Kulturelle Bildung voranbringen

  • Baukultur: Erbe erhalten – neue Konzepte entwickeln

Ein Programm, das Gegenwart und Zukunft miteinbezieht, Kultur und Gesellschaft als sich gegenseitig bedingend definiert und die Unterstützung der Kunst- und Kulturräte explizit formuliert. Unsere Forderung nach einer Halbtagsstelle für den Kunst- und Kulturrat, nach finanzieller Absicherung unserer Arbeit finden wir hier wieder.

Nur die GRÜNEN und die LINKE (s. nächster Beitrag) positionieren sich in diesem Landtagswahlkampf explizit und detailliert zur Kulturpolitik und speziell zu den Kunst- und Kulturräten.

Das ist sehr erfreulich!

Ulrike Berger / Die Grünen Bündnis 90

Ulrike Berger

Fachpolitische Sprecherin für Bildung, Kultur, Atompolitik der Landtagsfraktion sowie Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur ist Ulrike Berger. Sie ist Mitglied der Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und im Aufsichtsrat der Theater Vorpommern GmbH.

Sie unterstützt die Arbeit des Kunst- und Kulturrates Vorpommern-Greifswald, also uns, seit Anbeginn, nahm an den Kreiskulturkonferenzen teil, nahm die Beschwerden über die gängelnde und desaströse Kulturförderpolitik im Lande auf und stellte dazu Anfragen im Landtag.

Ein detailliertes und fachkundiges Wahlprogramm mit Engagement für die Kunst- und Kulturräte, Kompetenz, Offenheit, Engagement anstatt Phrasen oder gänzlich fehlenden Inhalten.

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